Münster stoppt Bauprojekte für Windenergie-Trasse Windader West
Dreijährige Baustopp-Regelung in Teilen Münsters für das Energieprojekt Windader West
Ab dem 7. April 2026 tritt in Teilen Münsters eine dreijährige Entwicklungsperre in Kraft, um das Energieprojekt Windader West zu unterstützen. Die Beschränkungen dienen dem Schutz von Flächen, die für die Übertragung von Offshore-Windenergie benötigt werden. Offizielle Karten und Details sind bis zum 22. April 2026 online einsehbar.
Die Sperre verbietet jegliche Veränderungen in den ausgewiesenen Zonen, die den Bodenwert steigern oder das Projekt behindern könnten. Dazu zählen Neubauten, Leitungsverlegungen sowie die Ausweitung von Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Ziel ist es, die Trassenführung für vier Offshore-Netzanbindungen zu sichern: Kusenhorst, Rommerskirchen 1, Rommerskirchen 2 und Niederrhein.
Diese Systeme sollen Windenergie aus der Nordsee zu den Industriezentren in Nordrhein-Westfalen transportieren. Der genaue Korridorverlauf wird später im Rahmen des förmlichen Planfeststellungsverfahrens festgelegt.
Die Amprion Offshore GmbH rechnet damit, den Antrag für den südlichen Abschnitt bei Heiden Ende 2028 einzureichen. Bis dahin stellt die Sperre sicher, dass in der geplanten Übertragungszone keine konkurrierenden Vorhaben umgesetzt werden.
Die Beschränkungen gelten bis April 2029; alle relevanten Unterlagen sind auf der Website des Regierungsbezirks Münster abrufbar. Die Sperre garantiert, dass die Flächennutzung mit den langfristigen Infrastrukturbedürfnissen des Projekts Windader West vereinbar bleibt. Die endgültigen Trassengenehmigungen erfolgen nach Beginn des Planungsverfahrens im Jahr 2028.






