Mutter zu fünf Jahren Haft wegen jahrelanger Isolation ihrer Tochter verurteilt
Lea HerrmannMutter zu fünf Jahren Haft wegen jahrelanger Isolation ihrer Tochter verurteilt
Eine Mutter wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, weil sie ihre Tochter fast sieben Jahre lang in Isolation gehalten hatte. Das inzwischen gerettete Mädchen leidet nach Jahren der Gefangenschaft ohne Schulbildung oder ärztliche Versorgung unter schweren Entwicklungsstörungen. Auch die Großeltern und weitere Angehörige wurden wegen ihrer Beteiligung an dem Fall verurteilt.
Das Kind war seit seinem ersten Lebensjahr im Haus der Großeltern versteckt worden. Die Mutter behauptete, sie seien nach Italien gezogen, doch der Vater wurde misstrauisch und alarmierte 2015 das Jugendamt. Trotz seiner Bedenken hielt die Täuschung noch Jahre an.
Erst im Sommer 2022 deckte eine offizielle Ermittlung die Wahrheit auf. Als die Behörden das Mädchen im September desselben Jahres befreiten, konnte es sich kaum bewegen und zeigte schwere Vernachlässigungssymptome. Die Mutter wurde später wegen Entführung, Freiheitsberaubung und Misshandlung zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.
Die Großeltern sowie weitere Verwandte wurden als Mittäter schuldig gesprochen. Sie hatten sich an die Anweisungen der Mutter gehalten, um die Täuschung aufrechtzuerhalten. Ihre Beteiligung wurde mit Bewährungsstrafen geahndet.
Das Mädchen steht nun vor langfristigen Folgen durch die jahrelange Isolation und mangelnde Fürsorge. Der Fall führte zu Verurteilungen sowohl der Mutter als auch ihrer Angehörigen. Die Behörden begleiten die Erholung des Kindes weiterhin, nachdem es 2022 gerettet worden war.






