Neue Initiative GeKo Rhein Wupper bekämpft organisierte Kriminalität und Wohnungsbetrug in fünf Städten
Paul WagnerNeue Initiative GeKo Rhein Wupper bekämpft organisierte Kriminalität und Wohnungsbetrug in fünf Städten
Neue regionale Initiative GeKo Rhein Wupper gestartet: Gemeinsamer Kampf gegen organisierte Kriminalität und Wohnungsbetrug
Eine neue regionale Initiative mit dem Namen GeKo Rhein Wupper hat ihre Arbeit aufgenommen, um organisierte Kriminalität und Wohnungsbetrug in mehreren Städten gezielt zu bekämpfen. Das in Wuppertal ansässige Projekt vereint fünf Kommunen mit Landesförderung, um die Zusammenarbeit zwischen Behörden zu stärken. Im Fokus stehen die Bekämpfung von Sozialbetrug, Menschenhandel und illegalen Immobiliengeschäften.
Erst vergangene Woche nahm die zentrale Koordinierungsstelle ihre Arbeit auf. Gleichzeitig deckte eine landesweite Razzia kürzlich weitverbreitete Missstände auf – von Scheinwohnsitzen über Schwarzarbeit bis hin zu falschen Melderegistereintragungen.
An GeKo Rhein Wupper beteiligen sich offiziell Wuppertal, Solingen, Remscheid, Leverkusen und Langenfeld. Ziel ist es, Fachwissen auszutauschen, bewährte Verfahren zu koordinieren und zentrale Herausforderungen in der kommunalen Verwaltung anzugehen. An einer großangelegten Kontrollaktion am 4. März 2026 waren zusätzlich Velbert, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen und Krefeld beteiligt.
Scheinwohnsitze und falsche Registrierungen in Langenfeld aufgedeckt In Langenfeld wurden bei Ermittlungen in Reusrath 12 Scheinwohnsitze entdeckt, die allesamt auf EU-Bürger aus Osteuropa gemeldet waren. In Richrath stießen Beamte auf Verstöße gegen Meldepflichten, die zu einer zwangsweisen Abmeldung führten. Zudem gab es Verdachtsmomente wegen einer vorgetäuschten Vaterschaft und illegaler Bauarbeiten. An einer dritten Adresse bestanden Hinweise darauf, dass Scheinanmeldungen genutzt wurden, um Einwanderungsregeln zu umgehen.
Ein Einsatzteam mit 19 Beamten durchsuchte mehrere Objekte in Langenfeld und brachte betrügerische Wohnsitzkonstruktionen sowie illegale Wohnungsnutzungen ans Licht. Sieben Personen stehen nun wegen unklarer Aufenthaltstitel unter Beobachtung, wobei Verbindungen zu Schwarzarbeit nicht ausgeschlossen werden. Die Langenfelder Behörden prüfen zudem ungewöhnliche Immobilieninvestitionen, bei denen Käufer große Gebäude erwerben, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften stehen.
Systematische Probleme: Verstöße gegen Wohnraumstärkungsgesetz und zweckentfremdeter Wohnraum Die Initiative macht auf übergeordnete Probleme aufmerksam, darunter Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz und nicht genehmigte Nutzungsänderungen von Immobilien. Durch den Zusammenschluss der beteiligten Städte sollen kriminelle Netzwerke zerschlagen und finanzielle Ausbeutung verhindert werden.
Bisher hat das GeKo Rhein Wupper-Projekt bereits erhebliche Unregelmäßigkeiten aufgedeckt – von gefälschten Anmeldungen bis hin zu möglichem Sozialbetrug. Mit der nun operativen Zentrale wird die Initiative weiterhin gezielt Brennpunkte der Kriminalität durch abgestimmte Maßnahmen angehen. Die Ergebnisse der jüngsten Razzien deuten darauf hin, dass die Herausforderungen bei der Wohnraumregulierung und der Einhaltung von Einwanderungsbestimmungen in der Region weiterhin bestehen.






