Neue Radroute verbindet 900 Jahre Geschichte mit Naturerlebnis in der Schwalm
Claudia HoffmannNeue Radroute verbindet 900 Jahre Geschichte mit Naturerlebnis in der Schwalm
Neue Radroute führt durch historische Stätten und geschützte Landschaften
Eine neue Radroute ist eröffnet worden, die Radfahrer durch historische Sehenswürdigkeiten und geschützte Naturlandschaften führt. Startpunkt ist der Knotenpunkt 38 in Schwalmtal-Amern, von wo aus der Weg an jahrhundertealten Kirchen, einer mittelalterlichen Kapelle und einem Wahrzeichen aus dem 19. Jahrhundert vorbeiführt. Unterwegs können Radler architektonische Schätze entdecken, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen.
Die Tour beginnt am Knotenpunkt 38 in Schwalmtal-Amern und führt zunächst durch die Happelter Heide, ein geschütztes Landschaftsgebiet von besonderer natürlicher Schönheit. Kurz darauf erreichen die Radfahrer die St.-Peter-Kirche in Born, die erstmals 1136 urkundlich erwähnt wurde und zwischen 1433 und 1434 erweitert wurde. Damit zählt sie zu den ältesten Stationen der Route.
Weiter geht es an der St.-Laurentius-Kirche in Niederkrüchten-Elmpt vorbei, einem historischen Bau aus dem 15. Jahrhundert. In der Nähe erhebt sich der markante Mühlenturm, ein frühes Zeugnis der industriellen Vergangenheit der Region aus dem frühen 19. Jahrhundert. Am Knotenpunkt 10 lädt die St.-Martins-Kirche mit einer Mischung aus barocken und spätgotischen Stilelementen zum Verweilen ein – ihr einschiffiges Langhaus und der Chor stammen aus dem 15. Jahrhundert.
Die Route führt zudem an der katholischen St.-Gertrudis-Kirche am Knotenpunkt 65 in Schwalmtal-Dilkrath vorbei, einer dreischiffigen Backsteinbasilika von imposanter Erscheinung. In Brüggen vertiefen das Kreuzherrenkloster und die St.-Nikolaus-Kirche den historischen Eindruck. Besonders sehenswert ist die St.-Maria-an-den-Heiden-Kapelle, die einen seltenen flämischen Schnitzaltar aus Antwerpen beherbergt, der zwischen 1530 und 1540 entstanden ist. Den Abschluss bildet die St.-Michael-Kirche in Waldniel, ein 1880 errichteter Bau, der von den Einheimischen liebevoll als „Schwalmtaler Dom“ bezeichnet wird.
Die Radroute verbindet religiöse Bauwerke aus fast 900 Jahren – von romanischen Kirchen bis zu Türmen des 19. Jahrhunderts. Radfahrer können architektonische Juwelen erkunden und dabei eine geschützte Naturlandschaft durchqueren. Der Weg bietet sowohl kulturelle Entdeckungen als auch malerische Ausblicke für alle, die die Region durchqueren.






