30 April 2026, 14:24

Neuer Tarifvertrag für Bus- und Straßenbahnfahrer in Sachsen-Anhalt unterzeichnet

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Neuer Tarifvertrag für Bus- und Straßenbahnfahrer in Sachsen-Anhalt unterzeichnet

Neuer Tarifvertrag für Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt

Ein neuer Tarifvertrag für die Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr in Sachsen-Anhalt ist unterzeichnet worden. Die am 29. April 2026 abgeschlossene Vereinbarung sieht zahlreiche Änderungen bei Löhnen und Arbeitsbedingungen vor. Gleichzeitig verhindert sie weitere Streiks, die den Betrieb in der gesamten Region hätten lahmlegen können.

Von den Neuerungen profitieren insbesondere Bus- und Straßenbahnfahrer: Sie erhalten verbesserte Ruhezeiten und planbarere Schichtmodelle. Auszubildende werden künftig nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt, was ihre Vergütung an die Standards des öffentlichen Sektors angleicht. Zudem verdoppeln die Arbeitgeber ihre finanzielle Unterstützung für Mitarbeiter, die einen Führerschein erwerben.

Für Nacht- und Sonntagsdienste gibt es nun höhere Zuschläge. Beschäftigte können außerdem einen Teil ihrer Jahresprämie in bis zu drei zusätzliche freie Tage umwandeln. Abgelehnt wurde jedoch die Forderung der Gewerkschaft nach einer Verkürzung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich.

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Trotz der Verbesserungen wird der Kompromiss für die Verkehrsbetriebe als schwierig bewertet. Die Regelungen sollen die Interessen der Belegschaft mit den finanziellen Spielräumen der Unternehmen in Einklang bringen.

Mit dem Abschluss werden weitere Arbeitsniederlegungen vermieden, sodass der Öffentliche Nahverkehr in Sachsen-Anhalt stabil bleibt. Während die Beschäftigten von besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen profitieren, stehen die Arbeitgeber vor höheren Kosten. Der Tarifvertrag wird die Arbeitsbeziehungen im Verkehrssektor des Landes in den kommenden Jahren prägen.

Quelle