Olympia-Bewerbung 2036: DOSB entscheidet am 26. September über Deutschlands Kandidaten
Lea HerrmannOlympia-Bewerbung 2036: DOSB entscheidet am 26. September über Deutschlands Kandidaten
Deutschland bereitet sich darauf vor, seinen Kandidaten für eine mögliche Olympische Bewerbung zu bestimmen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird seine Entscheidung am 26. September bekannt geben. Das Ergebnis der Berliner Landtagswahl am 20. September könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Drei Regionen haben Interesse bekundet, die Spiele auszurichten. München und Nordrhein-Westfalen verzeichnen starke Unterstützung – etwa zwei Drittel der Befragten sprechen sich für eine Bewerbung aus. In Hamburg hingegen ist die Stimmung gespalten: Umfragen zeigen schwankende Zustimmungs- und Ablehnungsraten.
Hamburgs frühere Erfahrungen mit Olympischen Bewerbungen wirken dabei als Warnung. Ende 2015 lehnten die Bürger einen Antrag für die Spiele 2024 ab – 51,6 Prozent stimmten dagegen. Die aktuellen Regeln der Stadt erschweren zudem ein neues Referendum: Die Bürgerschaft verlangt eine Zweidrittelmehrheit, um eine Abstimmung einzuleiten.
Auch Berlins Bewerbung steht vor Herausforderungen. Die Kampagne „NoOlympia“, unterstützt von der Linken und den Grünen, sammelt Unterschriften, um eine Volksabstimmung zu erzwingen. Doch Bürgermeister Kai Wegner und Sportchef Kaweh Niroomand halten ein Referendum für unwahrscheinlich. Selbst wenn es dazu käme, würden rechtliche Fristen bedeuten, dass eine Abstimmung frühestens in einem Jahr stattfinden könnte. Wird Berlin ausgewählt, droht der Bewerbung dennoch eine Ablehnung in einem Referendum 2027.
Die endgültige DOSB-Entscheidung fällt am 26. September. Die Berliner Wahlergebnisse fünf Tage zuvor werden den Ausgang vermutlich maßgeblich prägen. Aktuell zeigen München und Nordrhein-Westfalen die deutlichste öffentliche Unterstützung, während Hamburg und Berlin mit Unsicherheiten kämpfen.






