Porsche kämpft 2025 mit dramatischem Gewinnrückgang und schwindender Verbrenner-Nachfrage
Claudia HoffmannPorsche kämpft 2025 mit dramatischem Gewinnrückgang und schwindender Verbrenner-Nachfrage
Porsches Gewinne sind 2025 nahezu verschwunden, nachdem das Unternehmen Milliarden in die Verlängerung der Verbrennermotoren-Produktion investiert hatte. Die Entscheidung fiel, weil die Führungsetage das Tempo unterschätzt hatte, mit dem Käufer auf Elektrofahrzeuge umsteigen würden. Nun kämpft der Luxusautohersteller mit sinkenden Absatzzahlen, nachlassender Nachfrage in China und steigenden Kosten.
Die Verlängerung der Produktion von benzinbetriebenen Fahrzeugen entwickelte sich zu einer schweren finanziellen Belastung. Porsches Nettoeinkommen nach Steuern brach im Jahresvergleich um 91,4 % ein und lag nur noch bei 310 Millionen Euro. Die hohen Investitionen in die Verbrennertechnologie ließen kaum Spielraum für Gewinne.
In China, einem Schlüsselmarkt, brachen die Verkäufe 2025 um 26 % ein. Die Auslieferungen an Kunden sanken dort auf etwa 41.000 Fahrzeuge – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Eine schwächelnde Wirtschaft und der harte Wettbewerb durch günstigere chinesische E-Autos trafen die Nachfrage schwer.
Trotz des Abschwungs rechnet Porsche weiterhin mit einer Erholung der Profitabilität. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen eine Marge von über 5 %, selbst wenn die Gesamtverkäufe weiter zurückgehen. Viele Sportwagenkäufer bleiben treu – vor allem den klassischen Verbrennern –, was die Marke dazu veranlasst, weiter auf konventionelle Modelle zu setzen.
Die Herausforderungen beschränken sich nicht auf China. Höhere US-Zölle und eine nachlassende Nachfrage nach Luxusfahrzeugen verschärfen den Druck. Dennoch betont Porsche, dass die langfristige Strategie intakt bleibe.
Porsche steht nun vor einem schwierigen Spagat: Das Unternehmen muss sinkende Gewinne managen und sich gleichzeitig an einen Markt anpassen, der weiterhin zwischen Elektro- und Verbrennermotoren gespalten ist. Da für 2026 mit einem weiteren Absatzrückgang gerechnet wird, liegt der Fokus darauf, die finanzielle Stabilität wiederherzustellen.