Proteste in Halle: Demonstranten fordern Schließung der umstrittenen "Gladiator Fight Academy"
Nina BauerProteste in Halle: Demonstranten fordern Schließung der umstrittenen "Gladiator Fight Academy"
In Halle kam es am Samstag zu Protesten, als Demonstranten sich vor dem Hauptbahnhof versammelten. Im Fokus stand die „Gladiator Fight Academy“, ein Fitnessstudio, dem Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen vorgeworfen werden. Die Menge skandierte „Nazis raus aus unseren Kiezen“, während die Forderungen nach einer Schließung des Studios immer lauter wurden.
Die Veranstaltung im Inneren des Studios, die in einem städtischen Kulturzentrum stattfand, hatte bereits im Vorfeld für Aufsehen gesorgt. Die Organisatoren gaben an, 300 Teilnehmer gezählt zu haben, doch Polizeiberichte sprachen von nur 170 Besuchern. Unter ihnen befanden sich auch Kandidaten der AfD, der deutschen Rechtspopulisten, die bei der Bundestagswahl 2025 in Sachsen-Anhalt kürzlich 37,3 Prozent der Stimmen erhielten.
Das Studio steht bereits seit Monaten in der Kritik. Zu den zentralen Figuren zählt Theo Weiland, ein bekannter Kämpfer und ehemaliger Anführer einer rechtsextremen Hooligan-Gruppe. Auch Christopher Henze, der mit dem Studio in Verbindung gebracht wird, soll Kontakte in dieselben extremistischen Kreise pflegen.
Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer der Akademie, gerät ebenfalls in den Blickpunkt. Er ist ein bekannter Unterstützer eines rechtsextremen Fußballvereins, was die Bedenken hinsichtlich der Verbindungen des Studios weiter schürt. Die Demonstranten werfen der „Gladiator Fight Academy“ vor, mehr als nur ein Trainingsort zu sein – sie diene als Rekrutierungs- und Vernetzungsplattform für Rechtsextremisten.
Die Kundgebung begann vor dem Bahnhof und verlagerte sich später in Richtung des Kulturzentrums, in dem die Veranstaltung stattfand. Die Polizei war vor Ort präsent, doch die Stimmung blieb angespannt, während die Menge eine Konsequenz gegen den Betrieb des Studios forderte.
Der Protest unterstreicht den wachsenden Widerstand gegen rechtsextreme Einflüsse in lokalen Gemeinschaften. Die Behörden geraten zunehmend unter Druck, die Aktivitäten des Studios und seine mutmaßliche Rolle in extremistischen Netzwerken zu untersuchen. Bis auf Weiteres bleibt die „Gladiator Fight Academy“ zwar geöffnet, doch die Forderungen nach ihrer Schließung werden immer nachdrücklicher.






