31 May 2026, 02:13

Reifenpreise steigen: Warum Autofahrer bald tiefer in die Tasche greifen müssen

Höhere Kosten für Naturkautschuk: Autoreifen werden teurer

Reifenpreise steigen: Warum Autofahrer bald tiefer in die Tasche greifen müssen

Reifenhersteller erhöhen die Preise aufgrund stark gestiegener Kautschukkosten. Continental, Pirelli, Goodyear und Hankook haben alle bereits Preiserhöhungen angekündigt oder umgesetzt. Die Maßnahmen folgen auf den deutlichen Anstieg der Rohstoffkosten, der die Gewinnmargen unter Druck setzt.

Die Preisanpassungen begannen Anfang 2017, als die Beschaffungskosten für Naturkautschuk in die Höhe schossen. Goodyear zog als Erster nach und erhöhte die Preise um bis zu acht Prozent – wirksam ab dem 1. März. Pirelli folgte mit Aufschlägen von bis zu neun Prozent, während Hankook seine Preise ab dem 1. April um vier bis fünf Prozent anheben wird.

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Frank Biller, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), erklärte, die Hersteller hätten kaum eine andere Wahl, als die höheren Kosten weiterzugeben. Zunächst betreffen die Erhöhungen vor allem den Handel, doch Biller rechnet damit, dass sie bald auch die Verbraucher erreichen. Continental allein geht für 2017 von einer zusätzlichen Belastung in Höhe von 500 Millionen Euro durch die gestiegenen Kautschukpreise aus.

Trotz der Herausforderungen bleibt die Branche optimistisch. Die wachsende Marktnachfrage und der Boom bei SUV-Verkäufen sorgen weiterhin für Wachstum und mildern so einen Teil der finanziellen Belastung.

Betroffen sind alle Reifentypen – die Preise steigen um vier bis neun Prozent. Die Hersteller betonen, die Anpassungen seien notwendig, um die Margen angesichts explodierender Materialkosten zu schützen. Wie stark die Verbraucher die Erhöhungen zu spüren bekommen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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