Rekordpreise bei Auktion seltener Schusswaffen und historischer Waffen
Lea HerrmannRekordpreise bei Auktion seltener Schusswaffen und historischer Waffen
Bei einer jüngsten Auktion des Hauses Hermann Historica erzielten seltene Schusswaffen und historische Waffen Preise, die weit über ihren Schätzungen lagen. Zu den Highlights zählte eine Korriphila HSP 701, die einst dem deutschen Meisterschützen Dieter Krause gehörte und fast das Dreifache ihres Startpreises einbrachte. Sammler sicherten sich zudem weitere einzigartige Stücke, darunter osmanische Säbel und Pistolen, die mit berühmten Persönlichkeiten in Verbindung stehen.
Der Star der Versteigerung war Los 2289, eine Korriphila HSP 701, bekannt als Weltmeisterpistole. Die einst im Besitz des deutschen Schießsport-Champions Dieter Krause befindliche Waffe wechselte für 36.200 Euro den Besitzer – fast das Dreifache des Startgebots von 13.000 Euro. Eine weitere Korriphila HSP 701, diese mit der Gravur Odins Auge (Los 2288), erzielte 22.000 Euro und übertraf damit deutlich die ursprüngliche Schätzung von 8.000 Euro.
Zu den weiteren bemerkenswerten Verkäufen zählte Los 2306, eine Kort-Pistole im Kaliber 9x19 mm, die trotz eines Startpreises von 4.800 Euro auf 14.800 Euro stieg. Eine Mauser C96 (Los 2310), die einst dem deutschen Archäologen Robert Koldewey gehörte, wurde für 22.000 Euro veräußert – weit über der Schätzung von 4.500 Euro. Neben Schusswaffen stieß auch ein osmanischer Schaschka-Säbel aus dem Jahr 1870 (Los 41039) auf großes Interesse und erzielte 26.000 Euro bei einem Startpreis von 6.000 Euro.
Auch Gewehre fanden reißenden Absatz: Ein Gewehr 41 (Los 3356) brachte 17.800 Euro ein – bei einer Schätzung von 4.500 Euro. Ein Sauer & Sohn M30 Luftwaffendrilling (Los 3355) erreichte denselben Preis und wurde für 17.800 Euro zugeschlagen, nachdem das Gebot bei 12.000 Euro begonnen hatte. Das Auktionshaus hat die vollständigen Kataloge und Ergebnisse auf seiner Website unter Vergangene Auktionen veröffentlicht.
Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann noch bis zum 30. Juni an der Nachverkaufsaktion von Hermann Historica teilnehmen und auf nicht verkaufte Objekte bieten.
Die Auktion zeigte eine starke Nachfrage nach seltenen und historisch bedeutenden Schusswaffen. Viele Stücke erzielten deutlich höhere Preise als ihre Startgebote, was die Bereitschaft der Sammler widerspiegelt, für einzigartige Exponate hohe Summen zu zahlen. Die vollständigen Ergebnisse mit den finalen Geboten bleiben online einsehbar.






