Rüdiger verteidigt seinen harten Spielstil – und fordert mehr Kampfgeist von der Nationalmannschaft
Claudia HoffmannRüdiger verteidigt seinen harten Spielstil – und fordert mehr Kampfgeist von der Nationalmannschaft
Antonio Rüdiger hat seinen robusten Spielstil verteidigt, nachdem es kürzlich zu einem umstrittenen Vorfall auf dem Platz gekommen war. Der Verteidiger von Real Madrid räumte ein, dass einige seiner Zweikämpfe "über das Ziel hinausgeschossen" seien, betonte aber, dass seine kompromisslose Art Teil seines Spiels sei. Zudem forderte er die deutsche Nationalmannschaft auf, vor der WM eine härtere Mentalität zu entwickeln.
Im Spiel gegen Getafe traf Rüdiger den Gegner Diego Rico im Gesicht, doch es folgte keine disziplinarische Ahndung. Im Nachhinein warf er Rico vor, die Situation übertrieben dargestellt zu haben. Dennoch gab der 31-Jährige zu, dass bestimmte Fouls in seiner Karriere "deutlich zu weit gegangen" seien.
Aktuell belegt Rüdiger unter den Innenverteidigern der Nationalmannschaft den dritten Platz. Sein körperbetonter Stil, geprägt durch Videoanalysen und frühe Spielsignale, habe seinen Teams nie geschadet, so der Abwehrspieler. In neun Jahren bei Vereinen wie Chelsea, der AS Rom und Stuttgart sah er lediglich acht Rote Karten – drei davon seit seinem Wechsel zu Real Madrid 2022.
Seine aggressive Spielweise führt er auf seine "DNA" und seine Leidenschaft für den Fußball zurück. Mit Blick auf die Zukunft wünscht sich Rüdiger, dass Deutschland zu einer "gnadenlosen, geschlossenen Einheit" wird, die Gegner verunsichert. Eine kämpferischere Einstellung könnte die WM-Chancen der Mannschaft verbessern, argumentiert er.
Trotz früherer Kontroversen zeigt sich Rüdiger unnachgiebig in Sachen Spielphilosophie. Sein Plädoyer für ein härteres Team Deutschland spiegelt seinen Glauben wider, dass körperliche Überlegenheit der Schlüssel zum Erfolg ist. Mit seiner Erfahrung und Reputation könnte sein Einfluss auf die Taktik der Nationalelf beträchtlich sein.






