Ryan Gosling lacht wieder bei SNL – warum das die Show spaltet
Ryan Gosling hat erneut Aufmerksamkeit erregt, weil er in einer Saturday Night Live-Sketchshow aus der Rolle gefallen ist. Der Schauspieler, der die Sendung am 7. März zum vierten Mal moderierte, hatte im Segment Zettel schreiben (Passing Notes) Mühe, ein ernstes Gesicht zu bewahren. Sein Lachen löste eine breitere Debatte über Professionalität in der langjährigen Comedy-Show aus.
Während des Zettel schreiben-Sketchs erschien plötzlich eine Warnung auf dem Bildschirm, dass der Inhalt der Notizen verändert worden sei. Gosling verlor die Fassung und lachte sichtbar. Der Moment festigte seinen Ruf, immer wieder aus der Rolle zu fallen – ein Thema, das er später in der Today-Show aufgriff. Dort führte er die anstrengenden Proben und die absichtlichen Versuche der Ensemble-Mitglieder, ihn zum Lachen zu bringen, als Gründe an.
Auch in früheren Sketches wie Hochzeitsbräuche (Wedding Tradition) oder Zyklop (Cyclops) hatte Gosling bereits Schwierigkeiten, in der Rolle zu bleiben. Seine wiederholten Ausrutscher stehen im scharfen Kontrast zu Kevin Nealon, einem ehemaligen Cast-Mitglied, das in seinen neun Jahren von 1986 bis 1995 nie die Kontrolle verlor. Nealon kritisierte kürzlich Schauspieler, die ihre Rolle nicht durchhalten, und verwies dabei auf seine eigene disziplinierte Herangehensweise – etwa in der Chippendales-Nummer von 1990 mit Chris Farley und Patrick Swayze.
Das Problem betrifft jedoch nicht nur die einzelnen Darsteller. SNL-Gründer Lorne Michaels hat deutlich gemacht, dass er es missbilligt, wenn Ensemble-Mitglieder aus der Rolle fallen. Seine Haltung unterstreicht, wie wichtig der Show der Eindruck einer live gespielten Comedy ist – selbst wenn Fehler oder unerwartete Momente passieren.
Goslings jüngstes Lachen vor laufender Kamera festigt sein Image als Moderator, dem es an Selbstbeherrschung mangelt. Der Vorfall wirft zudem die Frage auf, wie sich Spontanität und Professionalität in der Live-Sketch-Comedy vereinen lassen. Für SNL bleibt die Herausforderung, den Humor mit der Disziplin in Einklang zu bringen, die Michaels von seinem Ensemble erwartet.






