Skurrile Auktionsschätze aus dem Koblenzer Club Agostea gehen in die zweite Runde
Lea HerrmannSkurrile Auktionsschätze aus dem Koblenzer Club Agostea gehen in die zweite Runde
Zweite Auktion von Gegenständen aus dem ehemaligen Koblenzer Club Agostea gestartet
Mehr als 100 ungewöhnliche Lose stehen bei der zweiten Versteigerung von Gegenständen aus dem ehemaligen Koblenzer Club Agostea zur Verfügung. Die erste Runde hatte bereits alles von mittelalterlichen Rüstungen bis hin zu einer Slush-Eis-Maschine an neue Besitzer gebracht. Einige Käufer reisten sogar Hunderte von Kilometern an, um ihre Erwerbungen abzuholen – darunter einer, der Koblenz mit seinem Schweizer Namensvetter verwechselt hatte.
Die erste Auktion zog Bieter aus ganz Europa an, darunter Sammler aus Belgien, Rumänien und der Schweiz. Ein in Zürich ansässiger Ingenieur legte nach einem Irrtum – er hatte Koblenz in der Schweiz statt in Deutschland vermutet – eine 500 Kilometer lange Reise auf sich. Sein Gewinn: eine Slush-Eis-Maschine aus dem Club.
Viele Objekte blieben jedoch vor Ort. Koblenzer Unternehmen sicherten sich Andenken, um das Erbe des Agostea zu bewahren. Bei der zweiten Auktion, die noch bis zum 13. Mai läuft, werden unter anderem eine Diskokugel, eine Konfettikanone und eine Massageliege angeboten.
Die Erlöse beider Versteigerungen fließen größtenteils in den Abriss der verbliebenen Bauwerke auf dem Agostea-Gelände. Zwar sind die Pläne für die Fläche noch unklar, doch ein kulinarisches Projekt wird in Betracht gezogen. Ein Betreiber oder ein finales Konzept stehen jedoch noch nicht fest.
Die Auktionen haben den skurrilen Relikten des Agostea ein zweites Leben beschert – manche bleiben in Koblenz, andere verteilen sich über ganz Europa. Die Zukunft des Geländes ist zwar noch offen, doch es könnte gastronomische Angebote geben. Derzeit liegt der Fokus darauf, das Areal zu räumen und das Verbliebene neu zu nutzen.






