12 March 2026, 18:16

SparkassenVersicherung profitiert 2025 von weniger Sturmschäden – doch Wasserschäden steigen dramatisch

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die die 2020 Milliarden-Dollar-Wetter- und Klimaschäden zeigt, unterteilt in Abschnitte nach Jahr und Schadensart, mit Logos in der oberen rechten Ecke und fetter Schrift, überwiegend in Blau- und Grüntönen mit Gelb- und Rotakzenten.

Sparkassen-Versicherer zahlen weniger für Wettschäden - SparkassenVersicherung profitiert 2025 von weniger Sturmschäden – doch Wasserschäden steigen dramatisch

Die SparkassenVersicherung (SV) verzeichnete für das Jahr 2025 einen deutlichen Rückgang bei sturmbedingten Schadensmeldungen: Die Auszahlungen sanken auf 87,4 Millionen Euro. Da die Kernregionen des Unternehmens von größeren Wetterkatastrophen verschont blieben, verringerten sich die Gesamt-Schadensfälle um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch trieben steigende Wasserschäden und die Inflation die Reparaturkosten in die Höhe.

Das in Stuttgart ansässige Versicherungsunternehmen, das 2004 aus der Fusion der SV Baden-Württemberg und der Sparkassenversicherung Hessen-Nassau-Thüringen hervorging, wächst stetig. Bis Ende 2025 beschäftigte es über 5.400 Mitarbeiter und verzeichnete ein Prämieneinkommen von rund 4,0 Milliarden Euro – ein Plus von 7,2 Prozent. Besonders die Lebensversicherung und andere Policen trugen zu diesem Wachstum bei.

2025 brachte für die SV eine seltene Verschnaufpause nach dem extremen Wetterjahr 2024, das das Unternehmen fast 397 Millionen Euro kostete – das viertteuerste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Zwar gingen Sturm- und Hagelschäden zurück, doch die Zahl der Wasserschadensfälle stieg innerhalb von fünf Jahren um 28 Prozent – von 45.000 auf 57.600 Vorfälle. Auch Sturm- und Hagelschäden nahmen um 12 Prozent zu (von 32.000 auf 35.840 Fälle), bedingt durch stärkere Regenfälle und häufigere Gewitter.

Der Rückgang der Sturmschäden trug zu einem sprunghaften Anstieg des Nettogewinns um 42 Prozent auf 147 Millionen Euro bei. Dennoch betonte Vorstandsvorsitzender Andreas Jahn, dass der Klimawandel und extreme Wetterereignisse voraussichtlich weiterhin die Schadensentwicklung prägen würden. Die Gesamtauszahlungen für 2025 beliefen sich dennoch auf knapp 1,6 Milliarden Euro – ein Zeichen für anhaltende Herausforderungen trotz der Verbesserungen im vergangenen Jahr.

Die Bilanz der SV für 2025 zeigt ein gemischtes Bild: Geringere sturmbedingte Kosten steigerten die Gewinne, doch wachsende Wasserschäden und die Inflation belasteten die Ausgaben weiter. Das Wachstum bei Prämien und Belegschaft deutet auf Stabilität hin, während Klimarisiken langfristig Sorgen bereiten. Mit einem Nettogewinn von 147 Millionen Euro startet der Versicherer finanziell gut gerüstet ins Jahr 2026.

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