12 March 2026, 18:16

Streit um Bundestagswahlkreis Lörrach-Müllheim: CDU fordert historische Grenzen

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt, mit beschreibendem Text oben und unten.

Streit um Bundestagswahlkreis Lörrach-Müllheim: CDU fordert historische Grenzen

Ein Streit ist über die Pläne zur Neuabgrenzung des Bundestagswahlkreises Lörrach-Müllheim in Baden-Württemberg entbrannt. Der CDU-Kreisverband Lörrach hat die vorgeschlagenen Änderungen scharf kritisiert und argumentiert, sie ignorierten historische und geografische Bindungen. Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Städte Rheinfelden und Schwörstadt, die 1973 im Zuge der Gebietsreform von Württemberg an Baden abgegeben wurden.

Der aktuelle Entwurf sieht vor, Teile des Wiesentals – darunter Schopfheim und das obere Tal – dem Wahlkreis Waldshut zuzuordnen. Die CDU lehnt diese Aufteilung ab und bezeichnet sie als politisch und sozial nicht zu rechtfertigen. Kreisvorsitzender Stefan Glaser warnte, eine Zersplitterung der Region würde unnötige Fragmentierung schaffen.

Stattdessen schlägt die CDU vor, Rheinfelden und Schwörstadt dem Wahlkreis Waldshut zuzuweisen. Beide Städte gehören bereits zum gleichnamigen Landtagswahlkreis und liegen geografisch näher an der Hochrhein-Region. Die Partei verweist zudem auf ihre historische Verbindung zum ehemaligen Landkreis Säckingen, der 1973 aufgelöst wurde, als die Gemeinden an den Landkreis Lörrach übergingen.

Laut CDU würde dieser Alternativvorschlag die Bevölkerungszahlen zwischen den beiden Wahlkreisen fairer ausgleichen. Die Partei hat den vom Landeswahlleiter eingereichten Entwurf abgelehnt und besteht darauf, dass ein anderer Ansatz die lokalen Gegebenheiten besser abbilden würde.

Rheinfelden und Schwörstadt waren ursprünglich Teil des württembergischen Säckinger Kreises, bis sie durch die Gebietsreform 1973 dem badischen Landkreis Lörrach zugeordnet wurden, dem sie bis heute angehören. Die CDU argumentiert nun, dass die aktuellen politischen Grenzen bei einer Neuordnung der Bundestagswahlkreise respektiert werden müssten.

Ziel des CDU-Vorschlags ist es, das Wiesental als Einheit zu erhalten und die Wahlkreisgrenzen an geografischen und historischen Gegebenheiten auszurichten. Würde der Plan umgesetzt, würden Rheinfelden und Schwörstadt zu Waldshut wechseln, während eine Zersplitterung des Tals vermieden würde. Die endgültige Entscheidung wird bestimmen, wie diese Städte und die gesamte Region künftig im Bundestag vertreten sein werden.

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