11 May 2026, 04:14

Strom wird günstiger – doch Gaspreise drohen 2024 zu steigen

Liniengraph, der die Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten im Laufe der Zeit zeigt, mit einer blauen Linie, die sinkende Preise und einer grünen Linie, die höhere, steigende Preise anzeigt.

Strom wird günstiger – doch Gaspreise drohen 2024 zu steigen

Strompreise in Deutschland sinken – doch Gasrechnungen könnten steigen

Die Stromkosten in Deutschland sind dank des starken Ausbaus erneuerbarer Energien erstmals rückläufig. Dennoch müssen Verbraucher in den kommenden Monaten mit höheren Gaspreisen rechnen, warnt die Bundesnetzagentur. Ihr Präsident, Klaus Müller, fordert zudem dringende Maßnahmen, um die ungewöhnlich niedrigen – teils sogar negativen – Strompreise in Phasen von Überproduktion in den Griff zu bekommen.

Der Rückgang der Strompreise ist auf den zunehmenden Anteil günstigen Wind- und Solarstroms im deutschen Netz zurückzuführen. Wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, können die Preise ins Minus rutschen – Produzenten zahlen dann effektiv dafür, überschüssige Energie loszuwerden. Müller räumte diese Herausforderung ein und deutete mögliche regulatorische Schritte an, um den Markt zu stabilisieren.

Als Lösungsansätze schlug er zwei zentrale Maßnahmen vor: Zum einen den Ausbau von Speicherkapazitäten, um Überschüsse aus erneuerbaren Energien aufzunehmen. Zum anderen schlägt er vor, feste Einspeisevergütungen durch direkte Vermarktung zu ersetzen. Dadurch könnten Erzeuger ihre Produktion flexibel an die aktuelle Nachfrage anpassen.

Bei Gas warnte Müller, dass Folgeverträge zu höheren Preisen für Haushalte führen könnten. Zwar genießen die meisten Privatikunden derzeit noch mindestens zwölf Monate Preisschutz, doch schließt die Behörde künftige Erhöhungen nicht aus. Müller rief die Verbraucher daher auf, wo immer möglich Gas zu sparen, und betonte die Notwendigkeit eines bewussten Umgangs mit Energie angesichts der anhaltenden Markunsicherheiten.

Während der Ausbau der Erneuerbaren die Stromkosten drückt, bringt er auch neue Probleme mit sich – etwa negative Preise in Schwachlastzeiten. Gaskunden hingegen müssen nach Ablauf der aktuellen Preisgarantien mit höheren Belastungen rechnen. Die Vorschläge der Bundesnetzagentur zielen darauf ab, Angebot und Nachfrage auszubalancieren und Energie für Haushalte bezahlbar zu halten.

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