Stuttgart 21: Eröffnung droht sich bis 2031 zu verzögern – Özdemir fordert Klarheit
Nina BauerStuttgart 21: Eröffnung droht sich bis 2031 zu verzögern – Özdemir fordert Klarheit
Stuttgart 21: Eröffnung könnte sich bis Ende 2031 verzögern
Nach aktuellen Medienberichten könnte sich die Eröffnung des Bahnprojekts Stuttgart 21 bis spät in das Jahr 2031 verzögern. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir bezeichnete die mögliche Verzögerung als eine „katastrophale Nachricht“ für die Region und die Bahnreisenden. Er fordert von der Deutschen Bahn nun klare Antworten und verbindliche Termine.
Die Pläne für Stuttgart 21 begannen 2009 mit der Finanzierungsvereinbarung; ursprünglich sollte das Projekt 2019 abgeschlossen sein. Es umfasst einen neuen unterirdischen Hauptbahnhof, Tunnel, Brücken und Gleisanlagen sowie die bereits 2022 in Betrieb genommene Schnellfahrstrecke zwischen Wendlingen und Ulm.
Die jüngste Verzögerung ist unter anderem auf die Komplexität der Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens zurückzuführen. Özdemir betont, dass diese digitale Aufrüstung unbedingt umgesetzt werden müsse, und verlangt von der Deutschen Bahn zuverlässige Daten. Die Kosten sind inzwischen auf rund 11,3 Milliarden Euro explodiert – alle Mehrkosten trägt der Bahnkonzern.
Sogar die teilweise Inbetriebnahme des unterirdischen Bahnhofs, die einst für Ende 2026 geplant war, wurde verschoben. Özdemirs Frustration spiegelt die wachsende Sorge über die wiederholten Rückschläge und die finanzielle Belastung des Projekts wider.
Die Deutsche Bahn steht nun unter Druck, einen realistischen Zeitplan vorzulegen und die vollständige Digitalisierung des Knotens sicherzustellen. Die explodierenden Kosten und die anhaltenden Verzögerungen werden weiterhin sowohl das Unternehmen als auch die Fahrgäste belasten. Eine endgültige Entscheidung über den neuen Eröffnungstermin steht noch aus.






