SWEG-Streit eskaliert: Bis zu 500 Jobs in Weil am Rhein und Offenburg bedroht
Lea HerrmannSWEG-Streit eskaliert: Bis zu 500 Jobs in Weil am Rhein und Offenburg bedroht
Bis zu 500 Mitarbeiter der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) könnten im Rahmen umfassender Umstrukturierungspläne ihren Arbeitsplatz verlieren. Die Gewerkschaft ver.di warnt, dass Busbetriebe in Weil am Rhein, Wiesloch und Offenburg verkleinert oder sogar geschlossen werden könnten.
Die SWEG plant, Mitarbeiter bei mehreren Busunternehmen zu entlassen und die Dienstleistungen auf neu gegründete Tochtergesellschaften zu verlagern. Betroffene Arbeitnehmer müssten sich möglicherweise auf Stellen in diesen neuen Firmen neu bewerben. In Weil am Rhein sollen die Änderungen noch vor Jahresende beginnen.
Ver.di fordert einen Sozialplan im Rahmen der Tarifverhandlungen sowie eine Übergangslohnvereinbarung, um die Beschäftigten während des Umbruchs abzusichern. Die Gewerkschaft weist zudem darauf hin, dass Fahrer im neuen System bestehende tarifliche Rechte verlieren könnten – darunter auch betriebliche Altersvorsorgeleistungen.
Da bisher keine Tarifverträge abgeschlossen wurden, gelten für die Forderungen derzeit keine Friedenspflichten. Ver.di befürchtet, dass engagierte Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsratsvertreter bei künftigen Einstellungsverfahren benachteiligt werden könnten.
Von der Umstrukturierung könnten rund 500 Arbeitsplätze an verschiedenen Standorten betroffen sein. Die Mitarbeiter blicken unsicher in die Zukunft, was ihre Stellen und Leistungen angeht. Ver.di setzt sich weiterhin für Maßnahmen ein, die eine faire Behandlung der betroffenen Belegschaft gewährleisten.






