"The Wheelie Show" revolutioniert Tanz mit Rollstuhl und Rollschuhen auf der Bühne
Lea Herrmann"The Wheelie Show" revolutioniert Tanz mit Rollstuhl und Rollschuhen auf der Bühne
Eine neue inklusive Tanzperformance stellt unsere Wahrnehmung von Tempo und Bewegung infrage.„The Wheelie Show“ verbindet Rollschuhlaufen und Rollstuhltanz zu einem dynamischen, 40-minütigen Stück. Entwickelt von den Choreografinnen Eng Kai Er und Jana Mahn, entstand die Produktion aus einem Tanzkurs namens „Rolling Good Times“ und präsentiert nun sechs Künstler:innen – die Hälfte auf Rollschuhen, die andere Hälfte im Rollstuhl.
Sechs Monate lang arbeiteten die Tänzer:innen eng zusammen, experimentierten mit Hebefiguren, Duetten und Übergängen zwischen ruhigen und energiegeladenen Momenten. Die Aufführung integriert auch sportliche Anklänge – von Eishockey bis Cheerleading –, die ihrer verspielt-lebendigen Energie zusätzlichen Schwung verleihen.
Die Kostüme spielen eine zentrale Rolle für die visuelle Wirkung: Die Tänzer:innen tragen knallbunte karierte Overalls, verziert mit Sponsorenlogos, die an Radsport, Motocross und Formel 1 erinnern. Die Outfits unterstreichen das zentrale Thema – Tempo, sowohl als physikalische Kraft als auch als Metapher für das moderne Leben.
Doch die Performance fragt auch: Wann und wo dürfen Menschen eigentlich langsamer werden? Jonah Onnen, einer der Darsteller, hofft, dass das Publikum mit einem Lächeln nach Hause geht – und weniger Vorurteile gegenüber Behinderung und Tanz mitnimmt.
Mit Rollschuhen, Rollstühlen und athletischer Choreografie schafft die Produktion einen frischen Blick auf Bühnenshows. „The Wheelie Show“ verbindet Barrierefreiheit mit kraftvoller Kunst und bietet so eine neue Perspektive auf Bewegung und Inklusion. Die Themen von Geschwindigkeit und Stille hallen noch lange nach dem letzten Applaus nach.






