Tim Raue enthüllt brutale Wahrheiten über die Berliner "36 Boys"-Bande
Claudia HoffmannTim Raue enthüllt brutale Wahrheiten über die Berliner "36 Boys"-Bande
Ein neues Buch enthüllt die brutale Realität der berüchtigten Berliner „36 Boys“-Bande, bei der die Aufnahmeprüfung bedeutete, sich gleichzeitig mit zwei Mitgliedern zu schlagen. Tim Raue, einst Teil der Gruppe, blickt heute auf seine Zeit in der Kreuzberger Straßenbande zwischen seinem 14. und 16. Lebensjahr zurück. Seine Erlebnisse – von gewalttätigen Auseinandersetzungen bis zu lebenslangen Narben – sind nun in 36 Boys: Wie eine Kreuzberger Bande zur Legende wurde festgehalten.
Die „36 Boys“ formierten sich auf der Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit. Neue Mitglieder wie Raue mussten eine harte Initiation über sich ergehen lassen: einen dreiminütigen Kampf gegen zwei bestehende Bandenmitglieder. Obwohl er die volle Zeit nicht durchhielt, weigerte er sich zu fliehen – zurück blieb eine dauerhafte Narbe von der Prügel.
Schlägereien mit rivalisierenden Banden gehörten für die „36 Boys“ zum Alltag. Raue gibt zu, dass er in solchen Situationen oft den Drang verspürte wegzulaufen, sich aber zwang, standzuhalten. Jahrzehnte später lehnt er Gewalt ab, erkennt jedoch die Denkweise an, die ihn damals durchhielt.
Bei einer aktuellen Buchpräsentation stand Raue neben Muzaffer „Muci“ Tosun, einem ehemaligen Bandenfreund. Ihre gemeinsame Vergangenheit ist heute ein dokumentiertes Kapitel der Kreuzberger Straßengeschichte.
Das Buch hält eine rohe Phase von Raues Jugend fest – geprägt von Loyalität, Angst und körperlichen Konflikten. Seine Geschichte, wie die anderer, wirft ein Licht darauf, wie die „36 Boys“ zu einem Symbol der Berliner Bandenkultur wurden. Die Narben – sowohl die sichtbaren als auch die seelischen – bleiben lange nach dem Ende der Kämpfe bestehen.






