08 May 2026, 08:13

Transportbranche 2024: Warum immer mehr Logistikfirmen in die Pleite rutschen

Liniendiagramm mit dem Titel "Globaler Containerfrachtindex", das die jährlichen Containerfrachten mit variierenden Balkenhöhen zeigt.

Transportbranche 2024: Warum immer mehr Logistikfirmen in die Pleite rutschen

Deutschlands Transport- und Logistikbranche steht 2024 unter wachsendem finanziellen Druck

Die Insolvenzzahlen im Transport- und Logistiksektor sind um 5,6 Prozent gestiegen – allein in diesem Jahr mussten 469 Unternehmen Insolvenz anmelden. Branchenexperten warnen, dass sich die Lage weiter verschärfen könnte und noch mehr Betriebe an den Rand des Ruins gedrängt werden.

Die wirtschaftliche Perspektive für die Branche hat sich deutlich eingetrübt. Eine aktuelle Studie prognostiziert einen Rückgang der deutschen Transport- und Logistikwirtschaft um 2,1 Prozent bis 2025. Weltweit wurden die Wachstumsprognosen für Transportdienstleistungen auf 2,4 Prozent nach unten korrigiert – ein Rückgang gegenüber früheren Schätzungen, der auf die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen ist. Sollten die Störungen in der Straße von Hormus länger als sechs Monate anhalten, befürchten Analysten einen vollständigen Stillstand des globalen Wirtschaftswachstums.

Besonders hart trifft es kleine und mittlere Unternehmen: Jedes vierte steht laut dem Kreditversicherer Atradius vor einem hohen Insolvenzrisiko. Steigende Dieselpreise, schmale Gewinnmargen und die Belastung durch Vorfinanzierung von Spritkosten – bei gleichzeitigen Wartezeiten von bis zu 60 Tagen auf Kundenzahlungen – setzen die Liquidität massiv unter Druck. Die Situation hat zu Forderungen nach sofortigem staatlichem Eingreifen geführt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Verkehrsverbände fordern steuerliche Entlastungen, um die Branche zu entlasten. Zu den Vorschlägen gehören die Senkung der Energiesteuer auf Strom, die Abschaffung der doppelten CO₂-Bepreisung sowie die Einführung kurzfristiger Finanzhilfen. Ohne solche Maßnahmen droht sich die finanzielle Not der Unternehmen weiter zu verschärfen.

Die Krise schlägt bereits auf die Verbraucher durch: Die Lebensmittelpreise könnten in den kommenden Monaten um bis zu zehn Prozent steigen. Höhere Energie- und Transportkosten treiben die Ausgaben entlang der gesamten Lieferkette in die Höhe. Ohne Gegenmaßnahmen sind weitere Pleitewellen und eine wirtschaftliche Abkühlung im Jahr 2025 wahrscheinlich.

Quelle