TV-Wochenende zwischen Domino-Desaster und Glaubensheiler-Debatte
Ein ungewöhnliches TV-Wochenende zwischen Nostalgie und Kontroversen
An diesem Wochenende wartet ein Mix aus skurrilen Fernsehhighlights und nostalgischen Momenten auf die Zuschauer. Am Samstag blickt RTL auf einen der denkwürdigsten TV-Pannen zurück – den Domino-Day-Desaster von 2005. Beim österreichischen Rundfunksender ORF sorgt unterdessen der geplante Auftritt eines umstrittenen Glaubensheilers während der Wiener Festwochen für Unsicherheit im Programm.
Das Wochenende fällt zusammen mit Pfingsten, dem christlichen Fest, das die Herabkunft des Heiligen Geistes feiert und in einigen Kirchen als Geburtsstunde des Fernsehpredigertums gilt.
In der RTL-Sendung „Die größten TV-Momente aller Zeiten“ am Samstag wird unter anderem der legendäre Eklat beim Domino Day 2005 zu sehen sein. Damals löste vermutlich eine Taube – wohl eine Stadttaube – durch das Umwerfen des ersten Steins eine Kettenreaktion aus, die wochenlange Vorbereitungen innerhalb von Sekunden zunichtemachte.
Pfingsten, das an diesem Wochenende begangen wird, erinnert an das Kommen des Heiligen Geistes zu den Jüngern Jesu. Laut biblischer Überlieferung begannen diese plötzlich, in fremden Sprachen zu sprechen – ein Moment, der als Ursprung spiritueller Vermittlung gilt. Evangelikale Pfingstkirchen griffen diese Tradition später auf und nutzten das Fernsehen, um ihre Botschaft zu verbreiten.
Auch das Programm des ORF steht im Fokus: Der Sender plant die Ausstrahlung eines Auftritts von Braco, einem Glaubensheiler, der durch stumme Blickkontakt-Sitzungen bekannt wurde. Unklar ist jedoch, wie lange sein Beitrag während der Wiener Festwochen zu sehen sein wird – was die Debatte um seine unkonventionellen Methoden weiter anheizt.
Das TV-Programm an diesem Wochenende verbindet Unterhaltung mit religiöser Reflexion. Während RTLs Rückblick an einen viralen TV-Flop erinnert, zeigt Pfingsten die anhaltende Verbindung zwischen Glauben und Medien auf. Die unsichere Planung von Bracos Auftritt beim ORF hält die Diskussion über spirituelle Fernsehformate indes lebendig.






