Ulms Schulden erreichen 17-Jahres-Hoch trotz Steuermehreinnahmen von 25 Millionen Euro
Claudia HoffmannUlms Schulden erreichen 17-Jahres-Hoch trotz Steuermehreinnahmen von 25 Millionen Euro
Trotz eines Steuermehreinnahmen von 25 Millionen Euro für 2025 bleibt die Haushaltslage Ulms angespannt. Die Schulden der Stadt sind auf den höchsten Stand seit 2007 geklettert und erreichen nun 129 Millionen Euro. Beamte warnen, dass eine strenge Haushaltsdisziplin unverzichtbar ist, um eine weitere Verschärfung der Finanzkrise zu vermeiden.
Die zusätzlichen Steuereinnahmen – vor allem aus höheren Gewerbesteuern – summierten sich auf rund 192 Millionen Euro. Doch fast der gesamte Betrag wurde durch unvorhergesehene Ausgaben und steigende Kosten aufgezehrt. Allein die unerwarteten Mehrausgaben beliefen sich auf 12,6 Millionen Euro, was kaum Spielraum für finanzielle Manövriermasse lässt.
Nach den Pflichtabführungen verblieb Ulm nur ein Restbetrag von 25 Millionen Euro aus den Mehreinnahmen. Dieses Defizit zwang die Stadt, erneut auf Einzahlungen in die Rücklage für Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben zu verzichten. Gleichzeitig sank die Liquidität weiter, während die Kreditaufnahme um etwa 31 Millionen Euro anstieg – der größte jährliche Anstieg seit 1993.
Die Schuldenlast beträgt nun 129 Millionen Euro und übertrifft damit den bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2007. Finanzexperten betonen, dass ohne eine verantwortungsvolle Ausgabenpolitik die langfristige Stabilität Ulms gefährdet sein könnte.
Die Schulden der Stadt haben ein 17-Jahres-Hoch erreicht, und die Liquidität geht weiter zurück. Da der Großteil der Steuermehreinnahmen bereits aufgebraucht ist, muss Ulm die Haushaltskontrollen weiter straffen. Die ausbleibenden Rücklagenzuführungen könnten dazu führen, dass künftige Projekte verschoben oder gekürzt werden müssen.






