Unterrichtsausfälle in Westthüringen erreichen alarmierende 30 Prozent
Paul WagnerUnterrichtsausfälle in Westthüringen erreichen alarmierende 30 Prozent
Weiterführende Schulen in Westthüringen kämpfen mit wachsender Problematik ausgefallener Unterrichtsstunden
Aktuelle Daten zeigen, dass an mehreren Schulen in Westthüringen ein alarmierender Anstieg von Unterrichtsausfällen zu verzeichnen ist. An einigen Einrichtungen fiel fast ein Drittel des geplanten Stundenplans aus. Die Landesregierung hat das Problem erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Besonders betroffen sind die Rhön-Ulstertal-Schule in Geisa, die Erste Gemeindeschule in Bad Salzungen und die Staatliche Regelschule Dermbach. An der Ersten Gemeindeschule in Bad Salzungen fielen im Frühjahressemester 24,2 Prozent des Unterrichts aus – nach einem Spitzenwert von 36,4 Prozent im Herbst 2025. An der Staatlichen Regelschule Dermbach wurden im selben Zeitraum 25,7 Prozent der Stunden gestrichen.
Die Staatliche Regelschule Geisa meldete für das Frühjahressemester 2025/26 einen Ausfall von 21,2 Prozent der Unterrichtsstunden ohne Ersatz. Besonders betroffen waren die Fächer Englisch, Mathematik und Sport. Die meisten dieser Stunden wurden nicht nachgeholt, sodass Schüler:innen wichtige Lernzeit entging.
Die Landesregierung reagierte mit Maßnahmen zur Personalgewinnung und der Einstellung von Vertretungskräften. Martin Henkel (CDU) forderte das Staatliche Schulamt Westthüringen zu entschlossenerem Handeln auf. Er bestehe auf spürbare Verbesserungen noch vor Beginn des nächsten Schuljahres, um langfristige Nachteile für die Schüler:innen zu vermeiden.
Ziel der landesweiten Initiativen ist es, den Personalmangel zu lindern, der für die Unterrichtsausfälle verantwortlich ist. Die Schulen stehen weiterhin unter Druck, den regulären Stundenplan wiederherzustellen. Bis umfassende Lösungen greifen, bleiben Lücken in der Bildung der Schüler:innen bestehen.






