18 March 2026, 16:14

Vier Städte testen barrierefreie Gehwege für Baden-Württembergs Fußverkehrsstrategie

Eine belebte Stadtstraße mit Fußgängern, die vor einem hohen Gebäude über die Straße gehen, Fahrzeuge auf der Straße und Verkehrsampeln neben Gehwegen, Bäumen und Gebäuden im Hintergrund.

Vier Städte testen barrierefreie Gehwege für Baden-Württembergs Fußverkehrsstrategie

Vier Städte in Baden-Württemberg beteiligen sich an einer neuen Landesinitiative zur Verbesserung der Fußgängerbedingungen. Das Projekt mit dem Titel "Freie Gehwege – Mehr Platz zum Laufen" erprobt Lösungen für häufige Hindernisse auf Bürgersteigen. Als Modellkommunen wurden Balingen, Heilbronn, Pforzheim und Stuttgart ausgewählt.

Die Initiative ist Teil der übergeordneten Fußverkehrsstrategie Baden-Württembergs, die bis 2030 das Zu-Fuß-Gehen zur bevorzugten Fortbewegungsart machen soll. In den kommenden zwölf Monaten werden die vier Städte Gehwege entlang ausgewählter Routen untersuchen und deren Zustand digital erfassen. Im Fokus steht die Beseitigung von Barrieren wie Mülltonnen, überflüssigen Verkehrsschildern, parkenden Autos, Versorgungsboxen, Parksäulen und Werbeflächen.

Das Projekt knüpft an frühere Vorhaben in der Region an. Seit 2023 haben bereits rund 25 Kommunen an Pilotprojekten wie "Stadt der kurzen Wege" oder "Fußgängerfreundliche Städte" teilgenommen. Zu den bisher umgesetzten Maßnahmen zählen 15-Minuten-Stadtzonen in Stuttgart und Heidelberg, Verkehrsberuhigungen auf 120 Kilometern Straße in Karlsruhe und Mannheim sowie der Bau von über 500 angehobenen Fußgängerüberwegen und Shared-Space-Bereichen in Freiburg und Tübingen.

Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) leitet das Projekt im Auftrag des Verkehrsministeriums. Fachliche Unterstützung erhalten die Beteiligten von der Bernard Gruppe und VIA. Die Ergebnisse der Initiative werden bis Anfang 2027 ausgewertet und in einen praxisnahen Leitfaden überführt, der anderen Kommunen bei der Aufwertung der Fußgängerinfrastruktur helfen soll.

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Das Land betont, dass künftige Stadtplanung Fußverkehrsanlagen von Anfang an mitdenken müsse. Dieser Ansatz soll Engpässe vermeiden und für flüssigere, sichere Wege für Fußgänger sorgen.

Auf Basis der Projekterkenntnisse entstehen Richtlinien für eine bessere Gehweggestaltung. Die Empfehlungen sollen Städten und Gemeinden in ganz Baden-Württemberg dabei helfen, das Zu-Fuß-Gehen attraktiver und barrierefreier zu machen. Die Initiative ist ein weiterer Schritt hin zum Ziel des Landes, Fußgänger bis zum Ende des Jahrzehnts stärker zu priorisieren.

Quelle