Volkswagen plant radikale Kürzungen: 100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr
Paul WagnerVolkswagen plant radikale Kürzungen: 100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr
Volkswagen plant massive Stellenstreichungen und Werksschließungen in Deutschland. Bis zu 100.000 Arbeitsplätze und vier Produktionsstandorte könnten betroffen sein, darunter die Werke in Hannover und Emden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsenden Drucks seitens der Investoren und Marktproblemen in Asien.
Der Aufsichtsrat wird am 9. Juli zusammentreten, um über die geplanten Kürzungen und umfassendere Reformen zu beraten. Die Arbeitnehmervertreter wurden im Vorfeld nicht konsultiert und zeigten sich überrascht von der Ankündigung. Konzernchef Oliver Blume und weitere Führungskräfte räumen ein, dass mehrere Sparten des Unternehmens Schwierigkeiten haben, wettbewerbsfähig zu bleiben.
Niedersachsen, das mit 20,2 Prozent an Volkswagen beteiligt ist, verfügt über ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen. Das Land hat in der Vergangenheit oft die Interessen der Belegschaft unterstützt und könnte das endgültige Ergebnis beeinflussen. Analysten prognostizieren für das kommende Jahr einen Gewinn pro Aktie von 24,21 Euro, während die Aktie derzeit bei 72,54 Euro notiert.
Volkswagens Aktien werden mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 3,7 für dieses Jahr und 3,0 für 2027 gehandelt. Die schwachen Kennziffern und die geringe Nachfrage der Anleger unterstreichen die Sorgen um die Zukunft des Konzerns auf den asiatischen Märkten. Trotz anhaltender Profitabilität bleiben Investoren zurückhaltend, was die langfristigen Aussichten der deutschen Automobilhersteller betrifft.
Die geplanten Einschnitte könnten die Geschäftsaktivitäten von Volkswagen in Deutschland grundlegend verändern. Die Standorte in Hannover und Emden könnten geschlossen werden, was Tausende Arbeitsplätze gefährden würde. Die Entscheidung des Aufsichtsrats wird die nächsten Schritte für die Umstrukturierungspläne des Unternehmens bestimmen.
