11 March 2026, 12:14

Wahlmanipulation in Düdingen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen verdächtiger Stimmzettel

Eine Schwarz-Weiß-Radierung einer Gruppe von Menschen in einem Raum, die sich um ein zentrales Papier mit Text und Farboptionen an der Spitze versammeln, symbolisiert eine korrupte Wahl.

Wahlmanipulation in Düdingen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen verdächtiger Stimmzettel

In Düdingen ist eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Wahlmanipulation durch Stimmensammlung bei den Kommunalwahlen eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft Freiburg prüft Unregelmäßigkeiten, nachdem Dutzende Wahlzettel mit nahezu identischer Handschrift aufgefunden wurden. Beamte waren erstmals während der Stimmenauszählung am vergangenen Sonntag auf das Problem aufmerksam geworden.

Das Wahlamt in Düdingen entdeckte die auffälligen Stimmzettel bei der Auszählung der Ergebnisse für den Gemeinderat, ein 50 Mitglieder zählendes Gremium, das über kommunale Entscheidungen wacht. Der Fund löste jedoch Befürchtungen über möglichen Wahlbetrug aus. Die Behörden informierten umgehend die Bezirksverwaltung der Region Sense.

Der Fall wurde anschließend an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Nach Schweizer Recht ist das Einsammeln und Einreichen fremder Wahlunterlagen – auch als Stimmensammlung bekannt – verboten. Artikel 282bis des Schweizerischen Strafgesetzbuchs stellt solche Eingriffe in den Wahlprozess explizit unter Strafe.

Die Ermittler prüfen nun, ob die Unregelmäßigkeiten das Wahlergebnis beeinflusst haben könnten. Bisher wurden keine weiteren Details zu den betroffenen Kandidaten oder Parteien bekannt gegeben.

Die Untersuchungen laufen noch. Die Staatsanwaltschaft sammelt Beweise, um zu entscheiden, ob Anklage erhoben wird. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen den Verantwortlichen rechtliche Konsequenzen. Zudem könnte das Ergebnis die Gültigkeit der Gemeinderatswahl beeinträchtigen.

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