Wärmepumpen dominieren 2025 fast drei Viertel aller Neubauten in Deutschland
Paul WagnerWärmepumpen dominieren 2025 fast drei Viertel aller Neubauten in Deutschland
Wärmepumpen sind zur dominierenden Heizlösung für Neubauten in Deutschland geworden. Im Jahr 2025 setzen fast drei Viertel der neu errichteten Immobilien auf sie als primäre Wärmequelle. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren dar und spiegelt einen breiteren Wandel hin zu erneuerbaren Energien wider.
2025 nutzen 73,6 % der Neubauten in Deutschland Wärmepumpen zur Beheizung. Bei Einfamilienhäusern liegt der Anteil sogar bei 77,9 %, bei Zweifamilienhäusern bei 78,4 %. Der Trend zeigt ein stetiges Wachstum: 2024 waren es noch 69,4 %, und seit 2015 hat sich die Quote mehr als verdoppelt.
Erneuerbare Energien versorgen mittlerweile den Großteil der neuen Wohngebäude. 78,2 % der 2025 fertiggestellten Neubauten nutzen sie als Hauptenergiequelle für die Heizung. Bei den im selben Jahr genehmigten Bauvorhaben steigt der Anteil sogar auf 87,0 %. Erdgas spielt dagegen eine weitaus geringere Rolle: Es kommt nur noch in 10,5 % der Neubauten zum Einsatz und bei lediglich 2,2 % der genehmigten Projekte.
Der Wandel steht im deutlichen Kontrast zum Bestand an älteren Gebäuden. 2022 setzten sich die Heizsysteme dort noch wie folgt zusammen: 53,9 % nutzten Erdgas, 9,8 % Heizöl, während erneuerbare Energien gerade einmal 10,2 % ausmachten.
Die Daten zeigen einen klaren Abschied von fossilen Brennstoffen im Neubausektor. Wärmepumpen und erneuerbare Energien dominieren mittlerweile den Markt, während Erdgas und Öl zunehmend an Bedeutung verlieren. Im Bestandsbau hingegen bleibt die Abhängigkeit von traditionellen Energiequellen weiterhin hoch.






