Wie Krimiserien Rechtsextremismus und digitale Radikalisierung thematisieren können
Nina BauerWie Krimiserien Rechtsextremismus und digitale Radikalisierung thematisieren können
Podiumsdiskussion und Drehbuchwettbewerb zu rechtsextremer Gewalt beim diesjährigen Deutschen Fernsehkrimifestival
Am diesjährigen Deutschen Fernsehkrimifestival in Wiesbaden findet eine Podiumsdiskussion und ein Drehbuchwettbewerb zum Thema Rechtsextremismus statt. Die Veranstaltung am Donnerstag, 7. Mai, um 18:00 Uhr widmet sich der Frage, wie Krimiserien auf wachsende Bedrohungen wie digitale Radikalisierung und Gewalt gegen marginalisierte Gruppen reagieren können. Der Eintritt ist frei – im Mittelpunkt steht nicht Unterhaltung, sondern eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema.
An der Diskussion beteiligen sich drei Expertinnen: Tahera Ameer, Laila Stieler und Melvina Kotios. Gemeinsam analysieren sie, wie Krimigeschichten Rechtsextremismus sinnvoll thematisieren können. Die Debatte ist eingebettet in einen Wettbewerb, bei dem Autor:innen Ideen zu diesen drängenden Fragen einreichten.
Über 60 Schriftsteller:innen nahmen am Drehbuchwettbewerb teil, vier Finalist:innen wurden ausgewählt, um ihre Werke live zu präsentieren. Die Siegerarbeit wird am folgenden Tag bei der Verleihung des Deutschen Fernsehkrimipreises bekannt gegeben. Die eingereichten Beiträge behandeln Themen wie rechtsextreme Anschläge, die Verbreitung von Hass im Netz und dessen reale Folgen.
Veranstaltet wird die Diskussionsrunde auf der Caligari Filmbühne, einem zentralen Ort des Festivals. Die Organisator:innen betonen, dass es vor allem um Denkanstöße und Debatten geht – nicht um reine Unterhaltung. Der Wettbewerb und die Podiumsdiskussion sind Teil einer größeren Initiative, die Krimiformate dazu anregen soll, sich stärker mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen.
Die Preisträger:innen des Drehbuchwettbewerbs werden am 8. Mai im Rahmen des Deutschen Fernsehkrimipreises verkündet. Die Erkenntnisse der Diskussion sowie die Auftritte der Finalist:innen könnten prägend dafür sein, wie künftige Krimiproduktionen Extremismus darstellen. Durch den freien Eintritt bleibt die Veranstaltung für alle Interessierten zugänglich.






