WM 2026: Wie die Fußball-Weltmeisterschaft deutsche Betriebe 1,3 Milliarden Euro kostet
Claudia HoffmannWM 2026: Wie die Fußball-Weltmeisterschaft deutsche Betriebe 1,3 Milliarden Euro kostet
Die Fußball-Weltmeisterschaft setzt deutschen Arbeitsplätzen schwer zu. Das Turnier, das nun bereits seit fast fünf Wochen mit rekordverdächtigen 104 Spielen läuft, führt zu Produktivitätsverlusten und disziplinarischen Problemen für Unternehmen.
Deutsche Betriebe verzeichnen durch die WM geschätzte Produktivitätsausfälle in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Beschäftigte verbringen im Schnitt 26 Minuten pro Arbeitstag mit Turnierinhalten – summiert sich das über die gesamte Meisterschaft auf etwa zwölf Stunden.
Da viele Spiele spätabends oder frühmorgens beginnen, kommen Mitarbeiter müde zur Arbeit. Weltweit gibt etwa jeder siebte Arbeitnehmer zu, heimlich während der Arbeitszeit Spiele zu verfolgen.
Nach deutschem Arbeitsrecht dürfen Angestellte die WM nicht während der Arbeitszeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers verfolgen. Verspätungen oder betrunkenes Erscheinen nach Spielnächten können disziplinarische Maßnahmen bis hin zur Kündigung nach sich ziehen. Gerichte zeigen sich jedoch großzügig, wenn Mitarbeiter Spiele im Radio mitverfolgen – vorausgesetzt, es stört nicht die Kollegen oder beeinträchtigt die Arbeitsleistung.
Der verlängerte WM-Spielplan mit nächtlichen Partien verstärkt die Erschöpfung am Arbeitsplatz und mindert die Produktivität. Arbeitgeber behalten das Recht, Mitarbeiter für unentschuldigtes Fehlen oder leistungsminderndes Verhalten im Zusammenhang mit dem Turnier zu sanktionieren. Die finanziellen und betrieblichen Folgen für die Wirtschaft bleiben beträchtlich.






