Wohnungsnot in Deutschland: Linke fordert Milliarden-Programm für sozialen Wohnungsbau
Nina BauerWohnungsnot in Deutschland: Linke fordert Milliarden-Programm für sozialen Wohnungsbau
Deutschland steht vor einer sich verschärfenden Wohnungsnot – bundesweit fehlen mindestens 1,4 Millionen Wohnungen. Die wohnungspolitische Sprecherin der Linken, Caren Lay, fordert dringendes Handeln, um den Mangel und seine wachsenden sozialen Folgen zu bekämpfen.
Lay kritisierte die Reaktion der Bundesregierung als unzureichend und richtete sich dabei besonders gegen die Vorschläge von Bundesbauministerin Verena Hubertz. Die geringe Zahl fertiggestellter Wohnungen im Jahr 2021 bezeichnete sie als „beschämend“ und warnte, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum zunehmend zu einer „sozialen Bruchlinie“ werde.
Um die Krise zu bewältigen, verlangte Lay ein sofortiges Investitionsprogramm mit Fokus auf sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbau. Zudem forderte sie die Freigabe längst überfälliger Fördergelder für gemeinnützige Projekte und rief die Regierung auf, selbst eine große Zahl bezahlbarer Wohnungen zu errichten. Ihre Prioritäten liegen auf dem Ausbau von Sozialwohnungen, kommunalem Wohnraum und Genossenschaftswohnungen, um die Belastung für einkommensschwache Haushalte zu verringern.
Die Vorschläge der Linken zielen darauf ab, den Wohnungsbau durch öffentliche Mittel und direkte staatliche Eingriffe zu beschleunigen. Ohne schnelles Handeln, so Lays Warnung, werde sich die Knappheit weiter verschärfen – mit der Folge, dass immer mehr Menschen sich stabiles Wohnen nicht mehr leisten können. Eine Reaktion der Regierung auf ihre Forderungen steht noch aus.






