Wolfenbüttel plant radikalen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis 2040
Nina BauerWolfenbüttel plant radikalen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis 2040
Wolfenbüttel treibt ehrgeizigen Plan voran: Bis 2040 soll die Wärmeversorgung ohne fossile Brennstoffe auskommen
Die Stadt Wolfenbüttel setzt alles daran, ihre Wärmeversorgung bis 2040 komplett auf fossile Energieträger wie Gas, Öl und Kohle zu verzichten. Aktuell deckt die Kommune damit noch 94 Prozent ihres jährlichen Wärmebedarfs von 600 Gigawattstunden. Nun liegt eine detaillierte Strategie vor, die in den nächsten 14 Jahren die Beheizung von Gebäuden grundlegend umgestalten soll.
Der kommunale Wärmewendeplan unterteilt die Stadt in 46 verschiedene Zonen. Jeder Bereich erhält einen maßgeschneiderten Fahrplan, um schrittweise aus fossilen Energien auszusteigen – mit Schwerpunkt auf Wärmepumpen und dem Ausbau von Fernwärmenetzen. Zwei Langfristszenarien wurden durchgerechnet, beide mit dem Ziel einer vollständigen CO₂-neutralen Versorgung bis 2040.
Die Umsetzung erfordert jedoch massive Infrastrukturinvestitionen: Geplant sind unter anderem 180 Kilometer neue Niederspannungskabel und 150 zusätzliche Umspannstationen. Bis Ende Mai kann die Öffentlichkeit den Entwurf kommentieren – Bürger:innen, Unternehmen und Behörden sind aufgerufen, Feedback zu geben.
Sobald der Plan finalisiert ist, wird er zur verbindlichen Grundlage für die Umsetzung. Die Verantwortlichen betonen, dass der Zeitrahmen kaum Spielraum für Verzögerungen lässt: Alle Maßnahmen müssen innerhalb der nächsten eineinhalb Jahrzehnte abgeschlossen sein.
Das fertige Konzept wird verbindliche Ziele für Wolfenbüttels Ausstieg aus fossilen Energien festlegen. Die in der Konsultationsphase gesammelten Anregungen fließen in den Ausbau der neuen Infrastruktur ein. Gelingt der Plan, wird das Wärmenetz der Stadt bis 2040 vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben.






