Wolfsburgs Leonardo-da-Vinci-Schule drohen Kürzungen im beliebten Italienisch-Programm
Paul WagnerWolfsburgs Leonardo-da-Vinci-Schule drohen Kürzungen im beliebten Italienisch-Programm
Beliebtes deutsch-italienisches Zweisprachenprogramm an Wolfsburgs Leonardo-da-Vinci-Schule vor Kürzungen
Ein beliebtes bilinguales Deutsch-Italienisch-Programm an der Wolfsburgers Leonardo-da-Vinci-Schule steht nun vor Einschnitten. Die Entscheidung hat bei Eltern und Pädagogen, die den Wert zweisprachiger Bildung schätzen, Widerstand ausgelöst. Eine Online-Petition, die eine Rücknahme der Pläne fordert, hat bereits breite Unterstützung erhalten.
Die Leonardo-da-Vinci-Grund- und Gesamtschule bietet seit ihrer Gründung ein zweisprachiges Programm in Deutsch und Italienisch an. Wolfsburgs italienische Gemeinschaft, die in den 1960er-Jahren durch die Ankunft von Gastarbeitern deutlich wuchs, unterstützt die Initiative seit Langem. Über 60.000 Italiener haben sich in der Stadt niedergelassen und ihr kulturelles Gesicht mitgeprägt.
Trotz dieser Bedeutung zeigt der Entwicklungsplan der Schule, dass der bilingualer Zweig der einzige ist, der unter 70 Prozent Auslastung liegt. Daraufhin planen die Verantwortlichen eine Reduzierung des Angebots – für das kommende Schuljahr soll nur noch eine bilingualer Klasse übrig bleiben.
Als Reaktion starteten besorgte Eltern und Lehrer eine Online-Petition. Innerhalb von nur vier Tagen sammelten sie über 550 Unterschriften. Die Petition fordert die Wolfsburgers Stadtverwaltung und Schulbehörden auf, ab der fünften Klasse zwei italienischsprachige Zweisprachenklassen zu erhalten. Die Unterstützer argumentieren, dass die Beibehaltung des Programms entscheidend sei – sowohl für die Bewahrung des italienischen Erbes der Stadt als auch für die bildungspolitischen Vorteile bilingualen Lernens.
Das rasante Wachstum der Petition unterstreicht die starke Verbundenheit der Gemeinschaft mit dem Zweisprachenprogramm. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, bleibt nur eine italienischsprachige Klasse erhalten. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den lokalen Behörden, die abwägen müssen zwischen Auslastungsfragen und dem kulturellen sowie bildungspolitischen Wert des Programms.






