25 April 2026, 08:14

AfD lehnt Aigners Kandidatur als Bundespräsidentin wegen mangelnder Neutralität ab

Deutsches Propagandaplakat für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei mit zwei Männern auf einem Sofa und Text.

AfD lehnt Aigners Kandidatur als Bundespräsidentin wegen mangelnder Neutralität ab

Ilse Aigner, die amtierende Präsidentin des Bayerischen Landtags, bewirbt sich nun um das Amt des deutschen Bundespräsidenten. Ihre mögliche Nominierung stößt jedoch auf Widerstand bei der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD). Die Parteiführung argumentiert, Aigner stehe ihrer eigenen politischen Gruppierung zu nah, um als neutrale Staatsoberhaupt zu fungieren.

Aigners Rolle in der bayerischen Politik hat insbesondere Kritik von AfD-Co-Vorsitzender Alice Weidel hervorgerufen. Weidel wirft der Landtagspräsidentin vor, wiederholt die Interessen ihrer Partei, der Christlich-Sozialen Union (CSU), über die der Oppositionsgruppen gestellt zu haben. Dies untergrabe laut Weidel die Unparteilichkeit, die von einem Bundespräsidenten erwartet werde.

Traditionell sollte ein Bundespräsident über den Parteien stehen und bei allen politischen Lagern Respekt genießen. Weidel besteht darauf, dass das Amt nicht mit einer Person besetzt werden dürfe, die als Parteipolitikerin wahrgenommen werde. Die AfD hat deutlich gemacht, Aigners Kandidatur nicht zu unterstützen – mit Verweis auf ihre enge Verbindung zur CSU als Hauptgrund.

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Die Debatte zeigt die Spannungen auf, die mit der Besetzung des Präsidentenamts verbunden sind. Zwar verfügt Aigner über umfangreiche Erfahrung in der Landespolitik, doch ihre Kritiker werfen ihr vor, diese sei mit parteipolitischem Ballast belastet. Die Haltung der AfD deutet darauf hin, dass ihre Nominierung auf erhebliche Hindernisse stoßen könnte, falls sie tatsächlich vorangetrieben wird.

Aigners möglicher Anlauf auf das Bundespräsidentenamt sieht sich damit bereits früh mit dem Widerstand der AfD konfrontiert. Die Ablehnung der Partei gründet sich vor allem auf den Vorwurf mangelnder Neutralität – eine Eigenschaft, die sie für das Amt als unverzichtbar erachtet. Ob dieser Widerstand auch andere politische Gruppen beeinflussen wird, bleibt abzuwarten.

Quelle