15 May 2026, 12:33

AfD verliert in Ostdeutschland: Warum lokale Wahlen zur Hürde werden

Deutsches Propagandaplakat für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei mit zwei Männern auf einem Sofa.

AfD verliert in Ostdeutschland: Warum lokale Wahlen zur Hürde werden

Die rechtspopulistische AfD hat in den jüngsten Kommunalwahlen Ostdeutschlands herbe Verluste hinnehmen müssen und konnte in diesem Jahr nur zwei von 28 Bürgermeister- und Kreistagswahlen für sich entscheiden. Trotz starker Umfragewerte auf Bundesebene hatte die Partei in entscheidenden Wahlkämpfen Schwierigkeiten – darunter eine viel beachtete Niederlage in der Uckermark.

Bei der Kreistagswahl in der Uckermark setzte sich die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk klar gegen ihren AfD-Herausforderer Felix Teichner durch. Dörk mied Debatten über politische Bündnisse und wies „Scheindiskussionen“ wie die sogenannte „Brandmauer“ gegen die AfD zurück. Stattdessen betonte sie ihre Bilanz. Teichner, AfD-Abgeordneter und Kandidat, hatte im Wahlkampf ein gemäßigteres Image gepflegt – unter anderem, indem er am Klavier Lieder des linkseingestellten Liedermachers Hannes Wader spielte.

Die lokalen Rückschläge der AfD stehen im Kontrast zu ihrem bundesweiten Aufwind. In nationalen Umfragen liegt die Partei mittlerweile zwei bis drei Prozentpunkte vor der Union. Auch in den Umfragen für die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (41 %) und Mecklenburg-Vorpommern (36 %) führt sie deutlich. Dennoch bleibt die Wählerwanderung von CDU und CSU zur AfD begrenzt – viele ehemalige Anhänger verzichten stattdessen auf ihre Stimme oder wenden sich linken Parteien zu.

Unterdessen widmete sich kürzlich der Bundestalk-Podcast Strategien gegen den Aufstieg der AfD. Zu Gast waren der AfD-Experte Gareth Joswig, die Investigativjournalistin Anne Fromm und der Parlamentarische Korrespondent Stefan Reinecke. Die wöchentliche Sendung ist auf Spotify, Deezer, iTunes und der Podcast-Website verfügbar.

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Die durchwachsenen Ergebnisse der AfD bei Kommunalwahlen zeigen eine Kluft zwischen ihrer bundesweiten Umfragestärke und der Basisunterstützung vor Ort. Zwar führt die Partei in Landes- und Bundestrends, doch gelingt es ihren Kandidaten oft nicht, diese Vorteile in lokale Wahlerfolge umzumünzen. Der CDU-Erfolg in der Uckermark deutet darauf hin, dass sachorientierte Kampagnen bei den Wählern weiterhin Anklang finden.

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