04 April 2026, 08:16

AfD verliert in Rheinland-Pfalz: Warum die Briefwahl das Ergebnis veränderte

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung eines Mannes in Anzug und Krawatte, der ein Schild hält, auf dem steht "Der Albtraum des Wählers".

AfD verliert in Rheinland-Pfalz: Warum die Briefwahl das Ergebnis veränderte

Die Alternative für Deutschland (AfD) verlor in Rheinland-Pfalz während der Wahlnacht leicht an prognostizierter Stimmenanteilen. Erste Schätzungen sahen die Partei bei 20 Prozent, doch mit fortschreitender Auszählung sank der Wert auf 19,5 Prozent. Die Veränderung löste Vorwürfe von Unregelmäßigkeiten aus, obwohl die Wahlbehörden keine Probleme beim Ablauf meldeten.

Die Hochrechnungen begannen mit Prognosen von ARD und ZDF, die der AfD zunächst 20 Prozent bescheinigten. Im Laufe des Abends korrigierte sich die Zahl nach unten auf 19,5 Prozent. Ähnliche Rückgänge betrafen auch SPD und Grüne – ein typisches Phänomen, da sich erste Schätzungen oft verschieben, sobald weitere Stimmen ausgezählt werden.

Briefwahlstimmen, die später und in Blöcken gewertet werden, spielten bei den schwankenden Zahlen eine Rolle. Rheinland-Pfalz verzeichnete 2021 eine der höchsten Briefwahlquoten Deutschlands: 45,7 Prozent der Wähler nutzten diese Option – nur Bayern lag noch darüber. Die AfD hatte ihre Anhänger wiederholt davon abgehalten, per Brief zu wählen, und dabei auf Misstrauen gegenüber dem System verwiesen. Diese Skepsis könnte dazu geführt haben, dass die Partei weniger Briefwahlstimmen erhielt, was sich auf den Zeitpunkt des Endergebnisses auswirkte.

Ein Facebook-Nutzer behauptete nach dem Fall der AfD unter die 20-Prozent-Marke – nachdem die Briefwahlstimmen einbezogen wurden – Wahlbetrug. Die Landeswahlleitung widersprach jedoch und bestätigte, dass keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. Zudem verwies sie darauf, dass Briefwähler oft anders abstimmen als Wähler vor Ort, was frühe Hochrechnungen erschweren kann.

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Das Endergebnis der AfD lag schließlich bei 19,5 Prozent – ein leichter Rückgang gegenüber den ersten Prognosen. Der Trend entsprach dem anderer Parteien, als die Briefwahlstimmen berücksichtigt wurden. Die Behörden betonten, die Wahl sei ohne bestätigte Vorfälle verlaufen, doch bei einigen Anhängern bleiben Bedenken gegenüber der Briefwahl bestehen.

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