Alabali-Radovan lehnt Abschiebedebatten ab: "Syrer leisten wertvolle Beiträge"
Nina BauerAlabali-Radovan lehnt Abschiebedebatten ab: "Syrer leisten wertvolle Beiträge"
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Solche Debatten schürten unnötige Verunsicherung bei Menschen, die bereits einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisteten, argumentierte sie. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Veranstaltung zum Jubiläum der Initiative „Neuer Aufbruch für Syrien“.
Bei dem Treffen betonten viele Teilnehmer:innen ihre doppelte Rolle – sowohl beim Wiederaufbau Syriens als auch bei der Integration in Deutschland. Alabali-Radovan unterstrich, dass Syrer:innen seit Langem aktiv am Wiederaufbau ihres Heimatlandes mitwirkten, und wies Vorwürfe zurück, sie hätten zu wenig geleistet.
Die Ministerin zeigte sich frustriert über Forderungen nach Zwangsrückführungen. Solche Diskussionen verunsicherten die Communities nur zusätzlich, warnte sie. Stattdessen wolle sie die Verbindungen zwischen den Diaspora-Gruppen in Deutschland und den Entwicklungsprogrammen des Landes stärken.
Ihr Plan sieht eine engere Zusammenarbeit mit syrischen Expert:innen in Deutschland vor, um deren Wissen in zukünftige Hilfsprojekte einfließen zu lassen. Alabali-Radovans Ansatz verlagert den Fokus von Abschiebungen hin zu praktischer Kooperation. Durch die Einbindung der Diaspora will Deutschland den Wiederaufbau Syriens unterstützen – und gleichzeitig die bereits geleisteten Beiträge würdigen. Die Haltung der Ministerin spiegelt einen größeren Trend wider: die zunehmende Einbeziehung von Migrationserfahrung und -wissen in die Entwicklungszusammenarbeit.






