26 March 2026, 00:16

Apotheken kämpfen mit alternder Belegschaft und Fachkräftemangel

Eine Apothekerin in einem weißen Kittel, die eine Flasche hält, spricht mit einem Kunden, der an einem Tisch mit Gegenständen sitzt, während Regale mit Flaschen und Körben im Hintergrund zu sehen sind.

Apotheken kämpfen mit alternder Belegschaft und Fachkräftemangel

Deutschlands Apotheken leiden unter dem demografischen Wandel

Die deutsche Belegschaft wird immer älter – und nirgends ist dieser Trend so spürbar wie in den Apotheken. 2024 war fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker 56 Jahre oder älter – ein Wert, der deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegt. Während die Babyboomer-Generation in Rente geht, wächst der Druck auf die Branche, Lücken zu schließen und sich an die Veränderungen anzupassen.

Laut aktuellen Zahlen ist der durchschnittliche Apotheker in öffentlichen Apotheken heute 48,4 Jahre alt. Männer in diesem Beruf sind im Schnitt etwas älter als ihre Kolleginnen. Die größte Gruppe der älteren Beschäftigten ist zwischen 56 und 60 Jahre alt und macht 13,5 Prozent der Belegschaft aus.

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Noch älter sind im Durchschnitt die Apothekenleiter: Sie bringen es auf 53,6 Jahre. Ein deutlicher Kontrast zu den jüngeren Mitarbeitenden – nur 10,7 Prozent der Apotheker sind unter 30, während die Altersgruppe der 31- bis 35-Jährigen 12,5 Prozent ausmacht.

Doch das Problem beschränkt sich nicht auf die Apotheken. Bundesweit sind 24 Prozent der Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren bereits 55 bis 64 Jahre alt. In Apotheken jedoch sind 30 Prozent 56 Jahre oder älter. Die Babyboomer, die jahrzehntelang den Arbeitsmarkt prägten, stehen nun vor dem Renteneintritt – bis 2039 werden voraussichtlich über 13,4 Millionen Beschäftigte ausscheiden.

Mit dem Ausscheiden der älteren Apotheker geht wertvolles Wissen und Erfahrung verloren. Die Branche steht vor der Herausforderung, neue Strategien zu entwickeln, um Nachwuchs zu gewinnen und Abläufe effizienter zu gestalten.

Die Rentenwelle der Babyboomer wird die Apothekenlandschaft in Deutschland grundlegend verändern. Da immer weniger junge Fachkräfte in den Beruf einsteigen, muss die Branche Wege finden, um die abwandernden Mitarbeitenden zu ersetzen und die Versorgung aufrechtzuerhalten. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie gut sich die Apotheken an eine alternde und schrumpfende Belegschaft anpassen können.

Quelle