04 April 2026, 18:18

Apotheken vs. Online-Händler: Bis zu 15 Euro Preisunterschied bei Medikamenten

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo, das "19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 USD pro Jahr an Arzneimittelkosten sparen" angibt.

Apotheken vs. Online-Händler: Bis zu 15 Euro Preisunterschied bei Medikamenten

Eine aktuelle Untersuchung von NDR Markt hat erhebliche Preisdifferenzen zwischen lokalen Apotheken und Online-Anbietern bei gängigen rezeptfreien Medikamenten aufgezeigt. Die Studie verglich die Kosten in einer traditionellen Apotheke mit denen auf großen Online-Plattformen wie Shop Apotheke und DocMorris. Das Ergebnis: Wer dieselben Produkte vor Ort kauft, zahlt bis zu 15 Euro mehr als beim Online-Bestellung.

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Im Fokus standen drei weitverbreitete Arzneimittel: Vomex A Tabletten, Iberogast Classic und Voltaren Schmerzgel Forte. In der Elefanten-Apotheke, einer lokalen Filiale, kosteten Vomex A (20 Tabletten) 8,95 Euro, während Shop Apotheke dieselbe Packung für 6,55 Euro anbot. Iberogast Classic (20 ml) schlug lokal mit 13,95 Euro zu Buche, online jedoch nur mit 10,89 Euro. Den größten Unterschied gab es beim Voltaren-Gel (150 g): Hier lag der lokale Preis bei 30,48 Euro, bei Shop Apotheke dagegen bei 20,39 Euro.

Zwischen den beiden Online-Anbietern war DocMorris mit 44 Cent günstiger als Shop Apotheke bei identischen Produkten. Beide Plattformen lieferten innerhalb von zwei Werktagen – eine Geschwindigkeit, die mit der traditioneller Apotheken bei nicht dringenden Bestellungen mithalten kann. Für die sofortige Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente bleiben lokale Apotheken jedoch die einzige Option.

Die Untersuchung beleuchtete auch die Kundenberatung. Vor Ort bieten Apotheken leichten Zugang zu fachkundiger Beratung, während Online-Händler den Kontakt zu Apothekern erschweren. Sowohl Shop Apotheke als auch DocMorris erlauben Direkteinkäufe ohne verpflichtende Beratung, verfügen aber über Sicherheitsvorkehrungen bei Großbestellungen. Discounter wie dm-med boten einige rezeptfreie Medikamente zu Preisen an, die 36 bis 68 Prozent unter der offiziellen Lauer-Taxe lagen – allerdings fielen Versandkosten an.

Die Ergebnisse zeigen einen klaren Kostenvorteil der Online-Apotheken: Bei einem kleinen Warenkorb lassen sich bis zu 15 Euro sparen. Lokale Apotheken punkten weiterhin mit sofortiger Verfügbarkeit von Medikamenten und individueller Beratung, während Online-Plattformen auf Bequemlichkeit und niedrigere Preise setzen. Der Trend deutet auf eine wachsende Konkurrenz durch digitale Anbieter hin, doch traditionelle Apotheken bleiben für dringende Fälle und Beratungsbedarf unverzichtbar.

Quelle