17 March 2026, 08:14

Apothekenprotest am 23. März 2026: Warum viele Filialen schließen werden

Eine Gruppe von Menschen mit Schildern und Plakaten vor einem Gebäude während einer Demonstration in Deutschland, mit zwei Personen im Vordergrund auf einem Gegenstand sitzend und einem Müllcontainer auf der rechten Seite.

Apothekenprotest am 23. März 2026: Warum viele Filialen schließen werden

Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf Protesttag am 23. März 2026 vor

Apothekenbesitzer und Berufsverbände der Apotheker fordern von der Politik höhere Vergütungen und bessere Arbeitsbedingungen. Bei der Aktion soll es zu Schließungen und Demonstrationen in großen Städten kommen – die Patientenversorgung bleibt jedoch über Notdienste gewährleistet.

Bei dem Protest handelt es sich nicht um einen Streik, sondern um eine koordinierte Initiative von Apothekeninhabern und Fachverbänden. Sie drängen auf eine sofortige Erhöhung der Vergütung, insbesondere eine Anhebung des Packungshonorars (Abgabegebühr) auf 9,50 Euro. Weitere Forderungen umfassen wirtschaftliche Stabilisierungsmaßnahmen, wie sie im Koalitionsvertrag vorgesehen sind, sowie die Ablehnung geplanter Reformen, die "Leicht-Apotheken" ohne vor Ort anwesende Apotheker ermöglichen würden.

Die Beteiligung an den Protesten wird regional unterschiedlich ausfallen. Während in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München Kundgebungen stattfinden, könnten andere Apotheken für den Tag schließen. Die Entscheidung darüber liegt allein bei der Geschäftsführung – nicht bei den Mitarbeitern. Diese müssen für den Tag dennoch ihr Gehalt erhalten, und Vorgesetzte dürfen sie weder zur Teilnahme an Demonstrationen zwingen noch zum Nacharbeiten der ausgefallenen Stunden verpflichten.

Für Patienten gibt es keine Versorgungslücken: Die Notdienstapotheken bleiben wie gewohnt geöffnet, um den Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten während der Proteste zu sichern.

Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Apothekeninhabern und der Politik in Fragen der Finanzierung und Arbeitsbedingungen. Mit Schließungen und Demonstrationen soll Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt werden, den Forderungen nachzukommen. Gleichzeitig sorgen die Notdienste dafür, dass Patienten weiterhin die notwendige Versorgung erhalten.

Quelle