09 May 2026, 12:14

Baden-Württemberg setzt auf Klimaneutralität 2040 mit neuem Grün-Schwarz-Plan

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" verkündet und für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 wirbt.

Baden-Württemberg setzt auf Klimaneutralität 2040 mit neuem Grün-Schwarz-Plan

Baden-Württembergs neue Grün-Schwarze Koalition präsentiert ehrgeizigen Klima- und Energieplan

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Die Landesregierung will den Ausbau erneuerbarer Energien mit wirtschaftlichem Wachstum verbinden und gleichzeitig am Ziel der Klimaneutralität bis 2040 festhalten. Zu den zentralen Maßnahmen gehören die Lockerung von Vorschriften für CO₂-Speicherung, die Förderung von Arbeitsplätzen in grüner Technologie sowie eine Neuausrichtung der Solar- und Windkraftpolitik.

Das Land wird eine Bundesklausel nutzen, um regionale Ausnahmen vom deutschen Verbot der CO₂-Speicherung an Land zu ermöglichen. Damit soll der Aufbau von Infrastruktur für die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) beschleunigt werden, um sicherzustellen, dass abgetrennte Emissionen effizient transportiert werden können.

Die Koalition plant zudem, die Berichtspflichten nach dem Klimaschutz- und Anpassungsgesetz zu verringern. Kommunen sollen künftig einen garantierten Anteil an den Erträgen aus lokalen Wind- und Solarprojekten erhalten, um den Ausbau zu beschleunigen.

Beim Solarausbau wird der Fokus auf versiegelten Flächen wie Dächern und Parkplätzen liegen, um Konflikte um Freiflächen zu vermeiden. Gleichzeitig strebt die Regierung an, Klagen von Umweltschutzverbänden durch das überarbeitete Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz einzuschränken, um Genehmigungsverfahren zu straffen.

Ein neues „Bündnis Grüne Technologien“ soll Innovation vorantreiben, Arbeitsplätze schaffen und das Land als führenden Standort für Wasserstoff- und Elektrolyse-Technologien positionieren. Der Koalitionsvertrag bekräftigt zudem das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien – Wind, Sonne, Wasserkraft und Biogas – im Strommix zu erhöhen.

Das Abkommen setzt Baden-Württemberg auf Kurs zur Klimaneutralität bis 2040 und fördert gleichzeitig das Wachstum der grünen Industrie. Durch erleichterte CO₂-Speicherregeln, gesicherte kommunale Ertragsanteile und beschleunigte Wasserstoffprojekte will die Regierung Klimapolitik in wirtschaftliche Chancen verwandeln. Der Plan reduziert bürokratische Hürden, könnte für Umweltschutzverbände jedoch strengere Grenzen bei rechtlichen Einsprüchen mit sich bringen.

Quelle