Baden-Württemberg verschärft den Kampf gegen alle Formen des Extremismus bis 2026
Claudia HoffmannBaden-Württemberg verschärft den Kampf gegen alle Formen des Extremismus bis 2026
Baden-Württemberg weitet Maßnahmen gegen Extremismus aus
Baden-Württemberg hat in den vergangenen zehn Jahren seine Bemühungen zur Bekämpfung von Extremismus durch eine Reihe von Initiativen kontinuierlich ausgebaut. Die neuesten Entwicklungen – Stand März 2026 – zeigen einen erweiterten Auftrag für die zuständige Landesbehörde sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden.
Erstmals führte das Land im Februar 2015 das Anti-Terror-Paket ein, um Extremismus entschlossener zu begegnen. Damals wurde unter dem Dach des Innenministeriums für Digitalisierung und Migration das Kompetenzzentrum zur Koordinierung des Präventionsnetzwerks gegen islamistischen Extremismus (KPEBW) eingerichtet. Seine Aufgabe bestand darin, die Zusammenarbeit mit Kommunen und Nichtregierungsorganisationen zu verbessern.
2018 erfolgte die Umbenennung in Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex), um alle Formen des Extremismus abzudecken. Noch im selben Jahr wurde der Zuständigkeitsbereich um die Bekämpfung rechtsextremer Gefahren erweitert. Nun stehen weitere Erweiterungen an: Künftig soll sich konex auch stärker mit linksextremistischen und ausländischen Extremismusbefürwortern befassen.
Mit den jüngsten Anpassungen wurde die Rolle der Behörde weiter gestärkt. Die Personalstärke bei Polizei und Verfassungsschutz wurde aufgestockt, und die Abstimmung zwischen den bestehenden Programmen wurde optimiert. konex bietet derzeit kostenlose und freiwillige Ausstiegsberatung für Personen an, die sich aus extremistischen Gruppen lösen möchten. Diese Unterstützung wird in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Organisationen geleistet und ist über verschiedene Kontaktwege zugänglich.
Die ausgeweiteten Maßnahmen unterstreichen das anhaltende Engagement Baden-Württembergs im Kampf gegen Extremismus. konex agiert nun mit einem breiteren Auftrag, mehr Ressourcen und engeren Verbindungen zu Partnern vor Ort. Das Land passt seine Strategie kontinuierlich an, um neuen Bedrohungen wirksam zu begegnen.






