Bartsch warnt vor sozialer Kälte durch Rüstungsmilliarden statt Reformen
Lea HerrmannBartsch warnt vor sozialer Kälte durch Rüstungsmilliarden statt Reformen
Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, hat sich vehement gegen Pläne für zusätzliche Kreditaufnahmen angesichts des Krieges im Iran ausgesprochen. Er kritisiert, dass die Regierung mit ihrer Ausrichtung auf Rüstungsausgaben dringend notwendige Reformen in den Bereichen Rente, Gesundheitswesen und anderen Schlüsselbereichen vernachlässige.
Bartsch warf der Bundeskanzlerin vor, sich von ihrer früheren Haltung als Oppositionsführerin entfernt zu haben, und betonte, dass die aktuelle Politik ihre damaligen Versprechen nicht mehr widerspiegle. Er warnte davor, dass die Priorisierung militärischer Ausgaben Mittel von dringend benötigten sozialen Investitionen abziehen könnte.
Der Politiker lehnte zudem Forderungen ab, die Schuldenbremse ausschließlich für Rüstungsausgaben auszusetzen, während sie in anderen Bereichen weiter gelten solle. Seiner Ansicht nach würde dies die finanzielle Fehlsteuerung verschärfen – besonders vor dem Hintergrund seiner Beobachtungen zu verschwendeten Geldern im Verteidigungshaushalt.
Bartsch wies außerdem darauf hin, dass die bestehenden Schulden die versprochenen strukturellen Reformen nicht gebracht hätten. Ohne sofortige Kurskorrekturen drohe der gesellschaftliche Zusammenhalt zu erodieren, so der Politiker, der die aktuelle Situation als entscheidenden Wendepunkt bezeichnet.
Seine Bedenken erstrecken sich auch auf Sondervermögen, bei denen er mangelnde Kontrolle und mögliche künftige Probleme sieht, sollte die Ausgabenpolitik ungebremst fortgesetzt werden. Bartschs Widerstand zielt darauf ab, ausgeglichene Reformen statt einer erhöhten Militärverschuldung durchzusetzen. Er besteht darauf, dass Renten, Gesundheitswesen und andere soziale Bereiche Vorrang haben müssten. Ohne diese Änderungen, so seine Warnung, riskiere die Regierung eine Vertiefung der finanziellen und sozialen Instabilität.






