Bayerns Frauen trotzen Barcelona im dramatischen Champions-League-Krimi
Lea HerrmannBayerns Frauen trotzen Barcelona im dramatischen Champions-League-Krimi
Bayerns Frauen halten Barcelona im packenden Champions-League-Halbfinal-Hinspiel mit 1:1 in Schach
Vor rekordverdächtigen 31.000 Zuschauern – ein neuer Zuschauerrekord für die Münchnerinnen in diesem Wettbewerb – endete das hochspannende Duell mit einem Unentschieden. Doch das Spiel wurde von zwei Platzverweisen überschattet, darunter einer für Bayerns Trainer nach hitzigen Protesten.
Die Münchnerinnen setzten auf eine disziplinierte Defensive und setzten mit schnellen Kontern immer wieder gefährliche Akzente. Ihr Einsatz wurde in der 69. Minute belohnt, als Franziska Kett den Ausgleich erzielte. Doch nur zehn Minuten später nahm das Spiel eine dramatische Wende: Kett sah nach einem Foul an Salma Paralluelos Zopf die Rote Karte – direkt und ohne Vorwarnung.
Anschließend wurde auch Trainer José Barcala des Feldes verwiesen, nachdem er den Schiedsrichter wütend mit seiner Entscheidung konfrontiert hatte. Bianca Rech, Bayerns Direktorin für Frauenfußball, bezeichnete Kett's Platzverweis später als "nicht gerechtfertigt". Der Vorfall erinnerte an den umstrittenen Feldverweis von Kathrin Hendrich bei der EM 2025 für ein ähnliches Vergehen.
Trotz der Rückschläge zeigte sich Verteidigerin Giulia Gwinn zuversichtlich für das Rückspiel. Doch die Bayern müssen nun ohne Kett und Barcala auskommen – beide sind gesperrt.
Mit dem 1:1 bleibt die Partie vor dem Rückspiel völlig offen. Wenn die Münchnerinnen ins Champions-League-Finale einziehen wollen, müssen sie die Abwesenheit zweier Schlüsselfiguren kompensieren. Barcelona hingegen wird die personelle Schwächung des Gegners zu nutzen wissen.






