19 April 2026, 08:14

Bundesrat plant strengere Regeln für Untermietverträge nach BGH-Urteil

Cartoon-stil Illustration eines Rechtsdokuments mit dem Titel "Mietrecht", das detaillierte Zeichnungen von Menschen, Gebäuden und Gegenständen in einem dekorativen Rahmen zeigt.

Bundesrat plant strengere Regeln für Untermietverträge nach BGH-Urteil

Neue Initiative im Bundesrat: Strengere Regeln für Untermietverträge

Eine neue Initiative im deutschen Bundesrat zielt auf schärfere Vorschriften für die Untervermietung ab. Der Vorstoß folgt einem richtungsweisenden Urteil des Bundesgerichtshofs vom Januar 2026, das Hauptmietern die gewerbliche Untervermietung von Wohnraum untersagte. Nun fordern Abgeordnete klarere rechtliche Schutzmechanismen für Untermieter sowie strengere Kontrollen bei der Verwaltung von Mietverhältnissen.

Der Bundesgerichtshof setzte mit seinem Beschluss vom 28. Januar 2026 einen Präzedenzfall, indem er die gewinnorientierte Untervermietung für unzulässig erklärte. Die geplante Reform sieht vor, dass Hauptmieter künftig gesetzlich verpflichtet werden, Vermieter über jede Untervermietung zu informieren. Damit soll Missbrauch vorgebeugt und gleichzeitig mehr Transparenz in einem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt geschaffen werden – insbesondere in Ballungsräumen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Initiative geht noch einen Schritt weiter: Untermieter sollen künftig eine gesetzliche Mindestkündigungsfrist erhalten. Bisher akzeptieren viele von ihnen hohe Mieten ohne ausreichende Sicherheit und riskieren im Falle einer Kündigung des Hauptmietvertrags die obdachlose Räumung. Die Reform will sie vor existenziellen Notlagen schützen, die sie nicht zu verantworten haben.

Zwar bietet die Untervermietung sowohl Mietern als auch Vermietern Flexibilität, doch das Fehlen klarer Regelungen hat viele Beteiligte schutzlos zurückgelassen. Der Bundesrat strebt mit seinem Plan einen Ausgleich an: praktische Vorteile sollen erhalten bleiben, während gleichzeitig der Schutz aller Parteien gestärkt wird.

Sollte das Vorhaben verabschiedet werden, entstünden klarere rechtliche Rahmenbedingungen für Untermietverhältnisse. Untermieter erhielten mehr Planungssicherheit, während Vermieter gewerbliche Untervermietungen ohne Genehmigung leichter unterbinden könnten. Die Änderungen spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, den Druck auf dem angespannten deutschen Wohnungsmarkt zu verringern.

Quelle