Bundeswehr setzt auf Rheinmetalls Hightech-Drohne Raider für 2,4 Milliarden Euro
Paul WagnerBundeswehr setzt auf Rheinmetalls Hightech-Drohne Raider für 2,4 Milliarden Euro
Das deutsche Verteidigungsministerium treibt die Pläne zum Kauf modernster "Loitering Munitions" vom Rüstungskonzern Rheinmetall weiter voran. Der vorgeschlagene Deal, der in seiner ersten Phase fast 300 Millionen Euro umfasst, wird nun dem Haushaltsausschuss des Bundestags zur Genehmigung vorgelegt. Bei Zustimmung soll das neue Drohnensystem Raider von Rheinmetall in die Truppe eingeführt werden.
Das Ministerium hat mit Rheinmetall einen Rahmenvertrag über insgesamt 2,387 Milliarden Euro vereinbart. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird das Unternehmen Bodenkontrollstationen, Luftfahrtsysteme, Schulungsmaterialien und Flugsimulatoren liefern. Ein erster Finanzierungsantrag über 25 Millionen Euro wurde bereits gestellt, um das Projekt anzustoßen.
Die Raider-Drohnen gelten als technologisch führend und sind mit optischen Sensoren ausgestattet, die mit ähnlichen Systemen der Unternehmen Helsing und Stark kompatibel sein sollen. Rheinmetall wird zudem die ersten Ausbildungsprogramme für die Bedienkräfte durchführen.
Allerdings ist der Vertrag an strenge Auflagen geknüpft: Rheinmetall muss bis Ende April 2027 alle Qualifikationsanforderungen erfüllen. Sollte dies nicht gelingen, behält sich das Ministerium das Recht vor, die Vereinbarung zu kündigen.
Der Deal markiert einen weiteren Schritt in Deutschlands Bestrebungen, seine Drohnenfähigkeiten zu modernisieren. Bei Genehmigung wird Rheinmetalls Raider-System zu den bereits bestellten Systemen von Helsing und Stark stoßen. Die erste Projektphase soll knapp unter 300 Millionen Euro kosten, während weitere Mittel von der Leistungserfüllung und der Einhaltung der Fristen abhängen.






