21 April 2026, 04:22

Bundeswehr verstärkt Schulbesuche – über 2.000 Termine in drei Monaten

Ein Buch, das bunt gefärbte Militäruniformen der deutschen Armee mit detaillierten Elementen wie Helmen, Gewehren und anderen Waffen zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

Bundeswehr verstärkt Schulbesuche – über 2.000 Termine in drei Monaten

Die deutschen Streitkräfte, die Bundeswehr, haben ihre Präsenz an Schulen im ganzen Land deutlich ausgebaut. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2024 führte sie 2.013 Besuche durch. Kritiker bemängeln, dass diese Kontakte die Haltung junger Menschen zum Militärdienst weit früher prägen könnten als bisher.

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In Bayern gab es mit 562 Einsätzen von Bundeswehrvertretern die meisten Besuche, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 291. Niedersachsen und Baden-Württemberg verzeichneten 269 bzw. 219 Termine. Darüber hinaus führte das Militär bundesweit auch 20 Besuche an Hochschulen durch.

Die Zunahme der Schulbesuche stößt auf Kritik. Nicole Gohlke, bildungspolitische Sprecherin der Linken, wirft der Bundeswehr vor, mit den Besuchen gezielt Minderjährige an das Militär heranzuführen. Zwar sind solche Schulbesuche rechtlich erlaubt, eine aktive Anwerbung von Schülern bleibt der Bundeswehr jedoch untersagt.

Die aktuellen Zahlen wurden durch eine parlamentarische Anfrage ermittelt und am Dienstag von der Rheinischen Post veröffentlicht. Sie zeigen einen deutlichen Anstieg des Engagements an Schulen im Vergleich zu den Vorjahren.

Die Daten des Verteidigungsministeriums bestätigen den Trend einer wachsenden militärischen Präsenz im Bildungsbereich. Mit über 2.000 Besuchen in nur drei Monaten wird das Schulprogramm der Bundeswehr weiter ausgebaut. Die Debatte über Sinn und Wirkung auf junge Menschen dürfte damit anhalten.

Quelle