Freispruch für Joana Marques: Influencerin gewinnt Verleumdungsprozess gegen Pop-Duo Anjos
Paul WagnerFreispruch für Joana Marques: Influencerin gewinnt Verleumdungsprozess gegen Pop-Duo Anjos
Die Radiologin und Influencerin Joana Marques ist in einem viel beachteten Verleumdungsprozess des Pop-Duos Anjos vollständig freigesprochen worden. Das Urteil, das am 3. Oktober 2025 verkündet wurde, wies die Vorwürfe zurück, ihr Social-Media-Beitrag habe der Karriere der Musiker geschadet. Marques hatte bereits vor Prozessbeginn mit den Planungen für ihre nächste Tour begonnen.
Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Vorwürfe, Marques' Video habe Falschinformationen über einen Live-Auftritt von Anjos verbreitet und damit eine Online-Welle der Empörung sowie finanzielle Verluste ausgelöst. Das Gericht entschied jedoch, dass kein Nachweis für einen Zusammenhang zwischen ihrem Beitrag und den Kontroversen vorlag, die das Leben oder die Arbeit der Sänger beeinträchtigt hätten.
Seit dem Prozess tourt Marques durch Portugal und erzählt in ausverkauften Shows in Porto und Lissabon ihre Version der Geschichte. Ihre neue Produktion Em Sede Própria (In meinem eigenen Raum) verbindet ihre berufliche Expertise mit ihrer Online-Präsenz – ein Spiegelbild ihrer doppelten Rolle als Medizinerin und Content-Creatorin. Zudem bestätigte sie, auch nach ihrem Rückzug aus der aktiven Arbeit weiterhin mit ihrer Freundin und Kollegin, der Influencerin Bumba na Fofinha, zusammenzuarbeiten.
Kürzlich reagierte Marques auf Kritik der TV-Moderatorin Cristina Ferreira, die ihr vorwarf, inkonsistente Positionen zur Meinungsfreiheit zu vertreten. Marques warf Ferreira vor, ihre Äußerungen trügen sexistische Untertöne, was die öffentliche Debatte um den Fall um eine weitere Ebene bereicherte.
Der Freispruch entlastet Marques vollständig und ermöglicht es ihr, sich auf ihre anstehende Tour und kreative Projekte zu konzentrieren. Mit bereits gebuchten Veranstaltungsorten für Em Sede Própria blickt sie nach vorn, während sie die Verbindungen zu langjährigen Partnern aufrechterhält. Das Urteil setzt zudem einen Präzedenzfall dafür, wie Social-Media-Beiträge in Rechtsstreitigkeiten mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bewertet werden.






