Cannabis-Legalisierung in Deutschland: Was sich seit April 2024 geändert hat
Lea HerrmannCannabis-Legalisierung in Deutschland: Was sich seit April 2024 geändert hat
Deutschland legalisiert Cannabis: Neues Gesetz seit dem 1. April 2024 in Kraft
Seit dem 1. April 2024 ist Cannabis in Deutschland legal – Erwachsene dürfen nun begrenzte Mengen besitzen, lagern und für den Eigenbedarf anbauen. Das neue Gesetz erlaubt den Besitz von bis zu 25 Gramm in der Öffentlichkeit und 50 Gramm im privaten Raum. Zudem ist der Anbau von bis zu drei Pflanzen für den persönlichen Gebrauch gestattet.
Seit der Legalisierung hat sich der Markt deutlich verändert. Die Einfuhren von medizinischem Cannabis stiegen im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 400 Prozent. Gleichzeitig werden Cannabissamen mittlerweile legal in regulären Geschäften im ganzen Land verkauft.
Berlin hat sich zu einem Zentrum für den lizenzierten Anbau entwickelt: Bereits elf Cannabis-Clubs sind in Betrieb, sieben weitere Anträge werden derzeit geprüft. Doch die Vereine unterliegen strengen Auflagen: Werbung ist verboten, und Informationen dürfen nur an Mitglieder weitergegeben werden. Zudem müssen sie über Jahre hinweg detaillierte persönliche Daten ihrer erwachsenen Mitglieder vorhalten.
Trotz der Legalisierung bleiben Herausforderungen bestehen. Der Schwarzmarkt und Online-Bestellungen von medizinischem Cannabis konkurrieren weiterhin mit den legalen Clubs. Dennoch geben Züchter wie Mario Gäde und Jana Halbreiter an, trotz der Hürden weiter anzubauen.
Die Cannabis-Legalisierung in Deutschland eröffnet neue Möglichkeiten für den privaten Konsum und Anbau. Während regulierte Clubs expandieren und die Einfuhren von Medizinprodukten stark steigen, entwickelt sich der Markt rasant. Dennoch prägen weiterhin illegale Verkäufe und strenge Club-Vorgaben den Zugang und Anbau von Cannabis.






