30 March 2026, 06:17

CDU Solingen fordert mehr Schutz vor Mobbing in Kitas und Schulen

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Schulgeschwindigkeit 25 bei Kindern" auf weißem Hintergrund, erinnert an Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Nähe von Schulen.

CDU Solingen fordert mehr Schutz vor Mobbing in Kitas und Schulen

Die Solinger CDU hat eine Anfrage zur Prävention von Mobbing in örtlichen Kitas und Grundschulen gestartet. Ziel der Initiative ist es, die aktuellen Maßnahmen und die Finanzierung zu bewerten sowie die wachsende Sorge über digitale Konflikte in Klassenchatgruppen anzugehen.

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Laut bundesweiten Studien ist etwa jedes sechste Schulkind in Deutschland von Mobbing betroffen. Hochgerechnet auf Solingen könnten dies rund 2.800 Schülerinnen und Schüler sein.

Die CDU konzentriert sich in ihrer Anfrage auf zwei zentrale Punkte: die Personalausstattung und das digitale Mobbing. Die Parteivertreter wollen wissen, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Solinger Schulen und Kitas aktiv an der Mobbingprävention beteiligt sind. Zudem wird die Rolle von Online-Konflikten untersucht – insbesondere in Klassenchatgruppen, wo die Vorfälle offenbar zunehmen.

Statt Lehrer oder Sozialarbeiter zu kritisieren, betont die CDU, es gehe darum, eine vertiefte Diskussion über Präventionsmaßnahmen anzustoßen. Die Partei hat detaillierte Angaben zu bestehenden Programmen angefordert sowie Auskunft darüber, wie viel des Bildungshaushalts von Nordrhein-Westfalen derzeit in die Anti-Mobbing-Arbeit fließt. Gleichzeitig werden weitere Fördermöglichkeiten des Landes geprüft, um die Unterstützungssysteme zu stärken.

Die Dimension des Problems zeigt sich in nationalen Daten: Die PISA-Studie 2022 ergab, dass 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland mehrmals im Monat Mobbing erleben. Die Cyberlife-Studien (2022 und 2024) berichten zudem, dass zwischen 16,7 und 18,5 Prozent der Jugendlichen bundesweit digitale Gewalt erfahren. Solingen-spezifische Zahlen zu Cybermobbing liegen jedoch nicht vor – die lokalen Behörden müssen sich daher auf allgemeine Schätzungen stützen.

Mit ihrer Anfrage will die CDU klare Antworten zu Finanzierung, Personal und Präventionsstrategien in Solingen erhalten. Angesichts der potenziell tausenden betroffenen Kinder und Jugendlichen könnten die Ergebnisse künftige politische Entscheidungen und die Verteilung von Ressourcen prägen. Die Partei stellt dabei klar: Im Mittelpunkt stehen Lösungen, nicht die Schuldfrage.

Quelle